Geschäftskonzepte for Future

Welche Geschäftskonzepte for Future gibt es?

Frustriert es Sie, wenn Sie in den Nachrichten sehen, wie der Regenwald brennt, Fische an Plastik sterben, Menschen nach wie vor auf Luxus-Status stehen?

Haben Sie dann auch hin und wieder das Gefühl, dass es eigentlich egal ist, was man tut? Dass Sie als smarter Selbstständiger und Entrepreneur ohnehin nur ein kleines Rad im Getriebe sind?

Gerade smarte Business Owner ändern die Bilanz

Das „kleine-Rad-im-Getriebe“-Gefühl stimmt nicht – Sie machen den Unterschied. Die Änderung beginnt. Es tut sich etwas auf unserem Planeten, auch hier in Deutschland. Wir haben ein wenig für Sie auf dem Entrepreneurship Summit 2019 gescoutet und haben 5 Ansätze zusammengetragen, wie Sie zukunftsorientiert (smart) denken.

Patrick Stähler mit Brigitte Conta Gromberg

Wie sieht ein „Geschäftskonzept for Future“ aus?

Jedes Geschäftskonzept hat Auswirkungen. Auf Sie selbst, auf die Gesellschaft, auf die Umwelt. Was ist ein zukunftsweisendes Geschäftskonzept? Die Antwort darauf kann immer breiter und präziser gegeben werden. Das Wissen ist da.

Claus Otto Scharmer

Unsere Systemwelten umbauen

Otto Scharmer vom MIT brachte es auf den Punkt: Wir müssen es lernen, von Ego-Systemen umzuschalten auf Eco-Systeme. Und das ist nicht immer nur grün oder Müsli. Anders gesprochen: Es reicht nicht, wenn wir da und dort alibimäßig etwas weniger verbrauchen. Wir lernen, die Systeme umzugestalten. Dafür brauchen wir Geschäftskonzepte for Future. Organisationen wie Entrepreneurs for Future spiegeln diesen Denkansatz wieder (wir sind dort übrigens seit diesem Monat mit dabei).

Geschäftskonzepte in neuen Systemen

Da Unternehmer in der industriellen Revolution die Welt schon einmal umgestaltet haben, ist es nun an der Zeit, dass die Entrepreneure die nächste Wende herbeiführen und die Systeme wieder verändern:

  • Technosysteme
  • Ecosysteme
  • Ökonomiesysteme
  • Soziale Systeme
  • Politische Systeme

Eine systemverändernde Geschäftsidee zahlt positiv in diese Systeme ein – nicht im Sinne des alten Raubbaus. Der Summit hatte das Motto „Wir können Ökonomie besser!“

Aber wie geht das?

Die gute Nachricht für alle smarten Entrepreneure: Der Umbau der Systeme bringt eine ganze Flut von neuen Möglichkeiten für neue sinnvolle Geschäftskonzepte. Die harte Nachricht: Diese Konzepte sind nicht immer schon sofort „ready to go“. Das ist der Grund, warum wir zum biografischen Ansatz raten. Sie sich also nur etwas vornehmen, bei dem Sie einen starken biografischen Link haben (Wissen, Ressourcen, Kunden).

Hier fünf wichtige Ansätze für Geschäftskonzepte for Future:


Ansatz Nr. 1 – Cradle to Cradle Konzepte

Häufig auch Kreislaufwirtschaft genannt. Nicht alles, was künstlich ist, ist schlecht. Nicht alles, was natürlich ist, ist gut. Wer Ressourcen global sinnvoll nutzen will, baut ab jetzt konsequent Wissen auf, welcher Werkstoff wann gut ist.

Unterscheiden Sie Ökosphäre und Technosphäre

Dazu gilt es, konsequent zu unterscheiden: Geht der Werkstoff anschließend in die Biosphäre zurück (wird schnell natürlich abgebaut) oder in die Technosphäre (wird er wiederverwendet)? Klar ist: so gut wie alle heutigen Produkte müssen anders gestaltet werden. Wir brauchen sortenreine Werkstoffe und Produkte, die sich SCHNELL zurückführen lassen.

Diese Konzepte sind „fit for Future“

  • Cradle to Cradle Produkte (Maker)
  • Produkte, die schlechte Werkstoffe ablösen
  • alle Kreislauf-Konzepte (Services)

Hier zwei Beispiele von Smart Business Concepts in diesem Bereich

Beides Teilnehmer in unseren Intensivgruppen.


Ansatz Nr. 2 – More Value Konzepte

Der ureigenste Ansatz der Stiftung Entrepreneurship lautet: Das Geld muss in die Qualität der Produkte gehen, nicht in das Marketing.

Aber wie kann das gehen? Wie können Sie es vermeiden, mehr als 50% des Geldes in den Marketingwolf zu versenken? Die Antwort ist: Bessere Qualität und stabile Kunden. Den Begriff, den wir im Marketing Generator dafür geprägt haben, ist „Vertrauensmarketing“. Im Bereich der Food-Produkte (Teekampagne etc.) ist dieser Ansatz schon mehrfach durchbuchstabiert worden – die neue Runde ist: Wie geht das für alle Arten von Angebote: Experten, Erlebnismodelle etc. Eine Frage, an der wir dran sind.

„Fit for Future“ sind Konzepte,

  • die mehr Qualität bringen
  • die beim Inhalt nicht sparen
  • die Erzeuger fair behandeln
  • die mit Marketing verantwortlich umgehen

Hier zwei Beispiel von Smart Business Concepts aus diesem Bereich


Ansatz Nr. 3 – Think Smart! Konzepte

Wer sich zu viel vornimmt, geht psychologisch in die Knie. Deswegen vertreten wir in den letzten Jahren auf dem Summit die smarten Konzepte. Dieses Jahr zeigten wir dazu die „Think Smart Map©“.

Es geht darum, das Geschäftskonzept zu finden, das zu Ihren Stärken passt (Biografischer Ansatz). Denken Sie nur vom „Cause“ (der Wirkung / was muss verändert werden), rutschen Sie leicht ab und setzen nichts um. Wenn Sie Ökonomie verändern wollen, denken Sie smart, weniger big. Smarte Technik schont Ressourcen. Besonders, wenn Sie mit ihr aus dem Home Office arbeiten.

Wir glauben an smarte for Future Geschäftskonzepte. Smarte Selbstständige können schneller Eigenverantwortung übernehmen als große Schlachtschiffe. „The Power of Smart“ ist daher neben dem Komponentenansatz ein fester Bestandteil des Summits geworden. Die Teekampagne ist ein Smart Business Konzept. Raphael Kugel von Ratio Drink ein Solopreneur …

„Fit for Future“ sind Konzepte,

  • die aus dem Home Office funktionieren
  • die mit weniger Technik mehr können
  • die die eigenen Stärken aktivieren
  • die andere ermutigen, ebenfalls verantwortlich selbstständig zu werden

Hier ein smartes Beispiel:


Ansatz Nr. 4 – Agrarwende-Konzepte

In Deutschland verbeißen wir uns gerade bei der Klimadebatte in die Autos. „Dieselgate“ ist in Deutschland eine seltsame Entgleisung der Thematik. Aber die Autos sind nur ein Punkt in der Debatte. Unsere Ernährung ist noch viel entscheidender für das Wohl unseres Planeten. Wir bauen für die falschen Lebensmittel die falschen Pflanzen mit falschen Methoden an und verlieren immer mehr guten Ackerboden, Wasser und Bäume. Das bedeutet: Jedes Lebensmittelprojekt mit neuem Konzept ist hochwillkommen und wichtig. Wir freuen uns, zwei davon in unserer jetzigen Intensivgruppe zu haben.

Diese Konzepte sind „fit for Future“

  • fleischlose Produkte
  • nachhaltiger Anbau

Sind das nur Konzepte mit direktem Anbau von Lebensmitteln? Nein. Genauso gefragt sind Expertenkonzepte in diesem Bereich.


Ansatz Nr. 5 – Konzepte, die die soziale Kraft stärken

Wenn wir mit weniger zufrieden sein wollen, brauchen wir Systeme, in denen wir auch mit weniger Dingen zufrieden leben. Von daher sind Konzepte wichtig, die Dinge schaffen, die auch ohne viel Strom und Glitter funktionieren. Alle Erlebnismodelle sind hier angesiedelt. Deswegen freuen wir uns über alle Verbinder, Gamer und Kreativen im smarten Bereich.

Zwei Beispiele für solche Konzepte mit sozialem Impact:

  • Tanja Philippeit hat als Solopreneurin einen der wenigen Independent Spiele Verlage gegründet: Starnberger Spiele. Ihr Ziel: Familien wieder an den Tisch zu bringen.
  • Aus der Start-up Szene kommt ein sehr schöner deutscher Newcommer. Till Behnke (bekannt von betterplace.org) schlägt mit nebenan.de neu auf. Die Idee, ein Nachbarschaftsnetzwerk zu gründen, ist nicht neu. Neu ist aber die Dimension und Konsequenz dieses Portals. Christian Vollmann stattet nebenbei.de mit Geld aus. Mit über 20 Millionen Euro Kapital an Bord kein Leichtgewicht. Auch bei den Geschäftskonzepten for Future gibt es also verschiedene Dimensionen. Vielleicht gelingt es uns in Deutschland, eine sinnvolle Alternative zu Facebook zu gründen.

Geschäftskonzepte for Future mit Leben füllen

Wir hoffen, die Ansätze und Beispiele machen Ihnen Geschmack auf mehr. Den „Kopf in den Sand stecken“ gilt nicht mehr. Smart und for Future ist angesagt. Sind Sie dabei?


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