Wie viel KI brauchst Du?

KI hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Seit 2020 ging es rasant voran. Mit Chat GPT5 wird der nächste Meilenstein erreicht.

Viele sagen: KI ist die Zukunft. Aber was ist damit gemeint?

Wie findest Du Deinen persönlichen Weg mit der KI?

In diesem Artikel geht es um:

  • Wie Du solo & smart mit KI umgehst
  • Wie Du KI-Entscheidungen triffst
  • KI-Mindset-Regeln, die Dir dabei helfen
  • Ein KI-Entscheidungs-Filter

 

Es geht um Deine Zukunft

Wie Du smarte KI-Entscheidungen für Dein Business triffst

Wir sind in unserem Jubiläumsjahr und schreiben über Deine Zukunft. Zu Deiner Zukunft wird KI gehören. Schon alleine deswegen, weil sehr viele andere damit bereits arbeiten. Tendenz stark steigend. Also stehst Du in der Entscheidung, wie viel KI Du ebenfalls in Deinem smarten Konzept einsetzt.

Dabei gibt es bei smarten Konzepten grob drei Lager:

  • Die einen investieren bereits stark in KI.
  • Die einen nutzen das eine oder andere Tool.
  • Die anderen überlegen noch und mögen es nicht.

Gleich, in welchem dieser Lager Du Dich befindest. Dieser Artikel hilft, KI-Entscheidungen in Deiner Zukunft besser zu treffen. Dabei hatten wir an einer anderen Stelle bereits gesagt: Es gibt nicht nur eine Zukunft, sondern viele. Du kannst Dir eine davon (smart) wählen. Das gilt auch für KI.

Nimm den Druck raus – nimm es aber ernst

Du kannst momentan fast überall Artikel lesen, wie KI funktioniert oder welche Tools Dir helfen, Zeit zu sparen etc. Jetzt im Juli erschien einer dieser vielen Artikel auf Capital.de mit dem Titel:

So machen Sie sich fit für das KI-Zeitalter

Und natürlich beginnt dieser Artikel mit einem Hinweis auf den berüchtigten Satz vom 02.05.2024 des Nvidia-Chefs Jensen Huang: „Sie werden Ihren Job nicht an KI verlieren, sondern an eine andere Person, die KI einsetzt.“ Was in dem Artikel nicht genannt wird (und auch oft sonst nicht, wenn der Satz zitiert wird) – Jensen Huang sagte dort noch einen zweiten Satz: „Wenn Sie KI nicht aggressiv einsetzen, machen Sie es falsch.“

Warum starten wir mit diesen Worten?

Weil wir Aggression nicht mögen und Dir raten, Dich bei KI nicht jagen zu lassen. Der erste Fehler, den Du im Umgang mit KI machen kannst, ist sich von anderen unter Druck bringen zu lassen.


KI-Mindset-Regel Nr. 1:
Du musst beim Thema KI diverse Entscheidungen treffen.
Aber tue das in Ruhe.


Wir sind Fans davon, Dinge in Ruhe zu tun:

  • Wir machen Dir für Deine Zukunft Mut
  • In der es viel KI geben wird
  • In der Du aber entscheiden kannst, wie Du KI einsetzt

Es geht nicht um Ja oder Nein

KI ist da und kommt. Du wirst an vielen Stellen oberflächlicher oder tiefer einsteigen können. Was uns dabei aber nervt ist, dass hin und wieder so getan wird, als wenn es nur zwei Entscheidungen gäbe:

  • Du bist 100% (aggressiv) dabei
  • Du machst es gar nicht und gehst unter

Diese Engführung mögen wir nicht. Nehmen wir einmal den Druck aus dem Thema heraus und setzen ein anderes Bild:

  • Es gibt viele Zwischentöne von KI-Entscheidungen
  • Du kannst entscheiden, wie viel Du wann einsetzt
  • Es gibt eine für Dich passende KI-Mischung

Ein gesundes KI-Mindset ist für uns:

  • Mit KI entsteht eine neue Art der digitalen Arbeit
  • Richtig dosiert kann KI Dir viel helfen
  • Aber es hilft nicht alles
  • Entscheide daher mit Bedacht (und vorbereitet)

 

Du, solo, die KI und Deine Zukunft

Wie Du Deine professionelle Rolle und KI zusammen siehst

KI ist faszinierend und kann in Deiner Zukunft eine positive Rolle spielen – wenn Du Deine Rolle klar bestimmst.

Kennst Du Deine Aufgabe, Deine Identität als Solopreneur, kannst Du Deinen Kurs gerade auch beim Einsatz von KI bestimmen. Wir haben immer gesagt: Starte beim Produkt (Produkt First), also bei dem, was am Ende Deiner Abläufe rauskommen soll. Diese Klarheit (Was will ich anbieten?) steht gerade auch bei KI-Fragestellungen im Vordergrund. Es wird Dinge geben, die Du mit technischer Hilfe lösen willst, es wird anderes geben, was Du nach wie vor händisch (als Person) tust.

Dies ist daher kein Artikel, wie Du KI technisch einsetzt. Von diesen Artikeln gibt es viele und im Zweifel frage einfach eine KI, wie man sie genau nutzt. Es antwortet.

Wir schreiben an dieser Stelle bewusst „es“, damit Du nicht den Fehler machst zu sagen: Sie antwortet. Denn die KI ist kein Mensch, es ist eine simulierte Intelligenz. Du bist und bleibst „die echte Intelligenz“.

Du bist und bleibst die Expert*in

Damit sind wir bei einer zentralen Aussage: Du bist und bleibst am Steuerrad Deiner Zukunft. Bleibe in Deiner Rolle als Steuerfrau oder Steuermann. Gerade im Zeitalter der KI investiere in Dein Selbstbewusstsein (aber auch in das Wissen, wie das Neue funktioniert).

KI ist Werkzeug, nicht der Kapitän

Es ist schon verblüffend, wie schnell KI bestimmte Dinge bearbeitet. Die Geschwindigkeit für Zusammenfassungen und anderes ist ein Game Changer. Hin und wieder kommt das Gefühl auf: Da sitzt etwas auf der anderen Seite, das antwortet und handelt. Es hat definitiv eine andere Qualität als alte Suchabfragen oder einfache Automatisierung. Und führt zu einer Welle von tausenden Tools, die irgendwie auf eine KI zurückgreifen.

Diese Welle der neuen Dinge verblüfft und dem einen oder anderen macht es Angst.

Wir bekommen Fragen per E-Mail:

Macht es überhaupt noch Sinn, ein smartes Konzept zu starten, wenn in Zukunft eine KI-Abfrage alle Antworten liefert?

Ja, es macht Sinn

Zum einen liefert die KI nicht alle Antworten. Zum anderen werden Deine Kunden (zu recht) nicht jeder Antwort einer KI trauen. Auch muss man zunächst die Frage kennen, um die richtige Antwort zu erhalten. Du musst wissen, wohin Du willst. KI will gesteuert sein, braucht Kontext. Da ist viel Platz für Dich. KI wird an vielen Stellen einfach nur Deine Arbeit einfacher machen (wenn Du es richtig fütterst).

Aber vor allem: Es braucht Struktur in den Abläufen, um weiterzukommen! Diese Strukturen zu legen und zu begleiten: Dafür sind Experten da. Und wie immer raten wir zu visualisierten Werkzeugen wie die Produkt-Treppe®, um die eigenen Strukturen vor Augen zu haben.


KI-Mindset-Regel Nr. 2:
Glaube nicht, dass die KI alles ersetzen kann.


KI ersetzt nicht alles, aber vieles

Entscheide in Ruhe, doch nimm diesen Umbruch ernst. Denn nicht jedes smarte Konzept wird so weiter funktionieren, wie in der Vergangenheit.

Wenn Du z.B. als Virtual Assistent Protokolle für andere zusammengefasst hast oder einen Transkriptions-Service hattest (ja, dafür hat man früher richtig Geld bezahlt …), dann hast Du ein Problem. KI kann vieles kostengünstiger, schneller und einfacher. Viele Formen von Büro-Services werden in der Mottenkiste der Vergangenheit landen, wie die CD oder die DVD. Und das ist nur ein Beispiel von vielen Dingen, die von KI-Werkzeugen abgelöst werden.

Wichtig für Dein KI-Mindset

Bei weitem nicht alle Konzepte kippen.

Viele Angebote werden sogar noch wichtiger. Wir stecken in einem Umbruch. In Umbruchzeiten sind Scouts gefragt.


KI-Mindset-Regel Nr. 3:
Gerade in Umbruchzeiten bist Du gefragt.


Halte Dir immer vor Augen: Wenn eine simulierte Intelligenz in vielen Kaskaden von Muster-Erkennungs-und-Sortier-Abläufen Logiken aufbaut, mit denen sie erstaunlich schnell (auch kreative) Ergebnisse präsentiert, Entscheidungen trifft, Emotionen nachbildet, dann bleibt die Antwort doch immer das, was sie ist – eine simulierte und errechnete Antwort.

Vergisst Du das und behandelst „die“ KI wie einen Mensch mit Persönlichkeit oder wie „die Zukunft schlechthin“, nimmst Du Dir selbst Deine Rolle. Wenn Du Zukunft nur technisch denkst (die KI übernimmt), dann gibst Du Deine Kapitäns-Position aus der Hand.


KI-Mindset-Regel Nr. 4:
KI ist intelligent, aber keine Zukunft


KI wird neue Formen der digitalen Wirklichkeit hervorbringen. Weil es nicht nur altbekannte „einfache“ Automationen gibt. Aber wir sind nach wie vor die Gestalter unserer Zukunft. Nicht die Technik. Du bist vor allem die Gestalterin und Gestalter Deiner eigenen Zukunft. Dazu gehört die Entscheidung, wie viel KI Du in Dein Business hineinnimmst.

Dabei ist die Rechnung nicht immer: Habe ich viel KI in meinem Konzept, dann habe ich viel Erfolg. Viele Kunden wollen (noch) keine Maschine, sie wollen jemand zur Seite. Diese Position „an der Seite zu sein“ hast Du heute schon und wirst Du auch morgen haben. Gib der KI nicht den Stellenwert, den Du als die Expertin oder der Experte weiter in Zukunft hast. Nutze die KI, damit Du in Deiner Rolle Deiner Stärke bleibst.

Anmerkung: Hier unterscheidet sich ein Solo-Konzept tatsächlich von Konzernen. Du als Solopreneur kannst Dein Konzept näher an Dir dranhalten. Konzerne bauen gerade technische Landschaften um. Anders gesagt: Der Radius Deiner Zukunft ist anders. Du kannst die KI-Entscheidungen „gezielter“ treffen.

Bleibe also in einem starken KI-Mindset (Du bis der Kapitän) und gehe strukturiert vor. Dafür dient unser KI-Entscheidungs-Filter. Er hilft zu bestimmen, wo Du mit KI arbeiten willst und wo nicht.

 

Der KI-Entscheidungs-Filter

Gleich, wie viel KI Du einsetzt, dieser Einsatz braucht Struktur. Deswegen investiere VOR dem Einsatz von KI in Deine Klarheit, Abläufe und Struktur. Das fängt banal damit an, dass Du eine Struktur hast (und kein von-der-Hand-in-den-Mund-Geschäft). Solche Klarheit und Struktur zu bekommen, dazu helfen unsere Werkzeuge.

Unser KI-Entscheidungs-Filter hat 2 Schritte:

Schritt 1 – Entscheide, wo Du KI nutzen willst
Schritt 2 – Entscheide, wie tief Du einsteigen willst
Schritt 3 – Hole Dir gezielt hochwertige Information

Schritt 3 ist mehr eine Folge oder Voraussetzung. Hole Dir gerne Expertise zur Seite. In Form eines guten smarten Produktes (Kurs etc.) oder direkt als einen mit Dir vertrauten Beraters, der Deine Ziele kennt und passende Vorschläge machen kann. Das kann vor, während oder nach Schritt 1 und 2 sein.


Schritt 1 – Wo wirst Du warum KI nutzen?

Vor einer KI-Entscheidung steht immer Deine Struktur. Hier gehe an die Grundfragen:

  • Was tust Du wo?
  • Warum tust Du das dort?
  • Was willst Du dort erreichen?

Diese ganz grundlegenden Fragen sind Fragen an den Kapitän: Was willst Du? Du kannst diese Fragen in Eigenreflektion beantworten, in einer unserer Gruppen (Intensivgruppe, Meisterklasse) oder auch im Dialog mit einem Berater / Coach (aber auch im Dialog mit einer simulierten Intelligenz).

  • Dabei gibt es Dinge, die sind als Person zu tun (händisch oder in Präsenz).
  • Oder Komponenten tun etwas für Dich (also digitale Abläufe).
  • Kläre, an welchen Stellen nun KI etwas übernehmen könnte.
  • Was nicht zwingend bedeutet, dass Du das dann auch so umsetzt.

Nutze visuelle Hilfen bei der Klärung

Deine Struktur bestimmt, was Du brauchst. Sie zu kennen und geordnet zu haben ist Voraussetzung, um gezielte KI-Entscheidungen zu treffen. Als Struktur-Geber funktionieren in unserem Filter die Produkt-Treppe® und die vier smarten Zukunftsbereiche aus unserem Programm. In beiden visuellen Modellen stecken viele Jahre Denkarbeit. Es sind gehirnfreundliche Raster, die Dir helfen vorzusortieren, bevor Du die KI etwas sortieren lässt.

 

 

Raus aus schwarz-weiß Malerei, hinein in strukturiertes Denken

Wir hatten gesagt, dass es bei KI nicht um eine Ja/Nein-Entscheidung geht. Sondern mehr um die Entscheidung: Wo setzt Du KI ein und wo nicht?

Streng genommen teilt sich die Frage grob in zwei Unterfragen:

  • Setze ich ein großes KI-Modell strukturiert ein?
  • Setze ich an bestimmten Punkten KI-Tools punktuell ein?

Stelle aber erst einmal unabhängig davon die Frage: Wo siehst Du bei Dir Bereiche, wo eine künstliche Intelligenz Deine Ergebnisse verbessern könnte? Und wenn es nur die Verschnellerung der Arbeit ist (im zweiten Schritt des Filters sprechen wir auch über Zeit). Sammele das.


Deine Produkte

Alles startet bei Deinen Produkten. Die Produkt-Treppe® steuert Dein smartes Konzept (und auch die anderen drei Zukunftsbereiche).

Im ersten Bereich geht um die Verbesserung der Produkt-Qualität: Kann ein Kunde seine Herausforderungen oder Wünsche besser mit einem Produkt von Dir bewältigen / erreichen, wenn das Produkt mit KI gemacht ist? Bei einigen Produkten wird das stimmen, bei anderen nicht.

Bei jedem Produkt auf Deiner Treppe kannst Du fragen:

  • Kannst Du das Produkt besser mit KI herstellen?
  • Brauchen Deine Kunden KI in einem Produkt?
  • Du kannst also entlang Deiner Produkt-Treppe® wandern
  • Und bei jedem Produkt einzeln diese Fragen stellen
  • Punkte aus, wo der Einsatz von KI am sinnvollsten wäre

KI kann tatsächlich helfen:

  • Aus bestehenden Produkten weitere abzuleiten
  • Alte Produkte auf neuen Stand zu bringen
  • Aus händischen Produkten, productized Abläufe zu machen

Aber Vorsicht:
A – Um Produkte in Deinem Sinne zu erzeugen, braucht die KI Kontext von Dir. Sonst sind die Ergebnisse beliebig.
B – Nicht die Menge der Produkte bringt den Erfolg, sondern die Struktur auf Deiner Produkt-Treppe®.


Deine Systeme und Dein Marketing

Im Marketing wird KI von vielen Solopreneuren bereits eingesetzt. Zum einen zur Erstellung von Redaktionsplänen, Content oder zur Recherche, was gepostet werden kann. Zum anderen, um bestimmte Routinen besser zu automatisieren.

Hier stellst Du die Frage:

  • Wo kann Dir KI im Marketing helfen?
  • Wo kann KI Dir Kommunikations-Arbeit abnehmen?
  • Wie kannst Du Dein Kontext-Wissen sinnvoll aufbereiten?
  • Wie kannst Du Dir treu bleiben (Deine Stimme behalten)?

Entscheidend ist gerade im Marketing die Kontext-Information (ähnlich wie auch in der Produkt-Entwicklung). Ohne dass Du einer KI vorher DEINEN Kontext (wie das Ganze sein soll) gegeben hast, entstehen grobe Kontext-Fehler (unten findest Du ein Beispiel). Kontext-Fehler fressen Reputation. Achte darauf, dass Deine Reputation nicht durch falsche Inhalte oder anderes gefährdet wird. Wir erinnern uns: Du willst in der Rolle der Expertin, des Experten bleiben. Bleibe also in Deiner persönlichen Reputation und Authentizität.


Dein Kreativer Raum

  • Wo verbessert KI meine Kreativität?
  • Wo werde ich in der Produktion schneller durch KI?

Arbeitsersparnis im Kreativen Raum ist einer der Hauptgründe, warum KI-Tools gerade Einzug halten. Hier wirst Du viele Ansatzpunkte finden. Gleich ob Generierung von Bildern, Film-Erstellung, Transkription oder vielen anderen zeitaufwendigen Arbeiten. Früher dachte man, KI könne nie kreativ sein. Das war ein Irrtum. Gehe aber auch hier durch den zweiten Schritt im Entscheidungs-Filter. Nicht alles willst Du aus der Hand geben. Nicht jedes Ergebnis einer KI überzeugt.

Es gibt zwei Arten, diese Entscheidung für den Kreativen Raum zu fällen:

A – Du verliebst Dich in ein Tool und passt dann Deine Abläufe darauf an

Tools wie Canva haben stark aufgerüstet und bieten immer stärkere KI-Werkzeuge an. Diese Tools können Deinen kreativen Workflow verbessern. Sie geben aber oft auch Abläufe vor.

B – Du analysierst gezielt Deine kreativen Abläufe und suchst dann das passende KI-Set, diesen Ablauf zu verbessern.


Deine Ziele und Dein Freipunkt

Eine KI sollte nicht Deine Ziele setzen. Aber Du kannst in der Recherche und bei der Klärung Deiner Gedanken KI nutzen.

Wir haben von einem Unternehmer eine Prompt-Sammlung gekauft. Darin sind Inspirations-Prompts. Wie z.B. „Denken wie Elon Musk“. Du siehst an diesem kleinen Beispiel schon: Die Fragestellung bedingt das Ergebnis. Willst Du wie Elon Musk denken? Denke also wirklich darüber nach: In welche Richtung willst Du Dir Ziele setzen?

Spätestens beim Umgang mit Deinen Zahlen kann KI eine Rolle spielen. Dazu gehören Prognosen, Buchhaltung und Controlling. Gehe hier aber doppelt vorsichtig vor, da Du keine Fehler in Deinen Zahlen haben willst. Wenn Du KI bei den Finanzen implementierst, mache es gründlich.

Wann Du Deinen Freipunkt erreichst, hat viel mit Deinen Zielen und damit zu tun, wie Du mit Geld umgehst.

Frage Dich daher:

  • Wo kann ich mich von KI bei meinen Zielen inspirieren lassen?
  • Wo kann mir KI helfen, mein Finanzverhalten zu verbessern?
  • Welche Einnahmen kann ich verbessern?
  • Wie kann ich meine Ausgaben besser strukturieren?

Gehe schrittweise vor

In allen vier Zukunfts-Bereichen gibt es Ansatzpunkte, wo KI zum Einsatz kommen könnte. Wir schreiben könnte. Denn Du wirst und musst nicht sofort in allen Bereichen KI einsetzen. So kann es sein, dass Du KI zunächst nur im Marketing nutzt, nicht aber im Kreativen Raum (weil Du dort gerne klassisch arbeitest). Oder umgekehrt.

Das ist auch der Rat, den KI-Transformations-Begleiter geben: Gehe schrittweise vor, kremple nicht alles sofort auf einmal um.

Was aber auf jeden Fall zutrifft: Im „Zeitalter der KI“ wirst Du eine noch klarere Struktur brauchen, um nicht in einem Meer der Möglichkeiten unterzugehen. Du brauchst einen klaren Kopf zu Dingen „Nein“ zu sagen, die Du gar nicht brauchst und ein „Ja“ zu anderen.


Schritt 2 – Wie viel KI nutzt Du in Zukunft?

Im ersten Schritt hast Du markiert, wo Du Dir KI in Deinem Konzept im Einsatz vorstellen kannst. Nun folgt eine zweite Frage:

Wie stark willst Du KI einsetzen?

Die Frage, wie viel Zeit und Geld Du investierst

Vor Kurzem bekamen wir eine Mail von einem erfolgreichen Smart Business Owner, er schrieb: „KI ist auf jeden Fall der Weg in die Zukunft meiner Branche“. In seinem Fall ist es eindeutig, weil er viele Daten sortieren muss, um seinen Kunden eine korrekte Antwort zu geben. Daher hat er mehrere Monate investiert, sich in KI einzuarbeiten, Tools zu identifizieren und ist dabei ein KI-gestütztes Produkt zu entwickeln.

Aber das kann bei Dir anders sein.

Als Solopreneur*in hast Du eine Luxus-Situation: Du hast tatsächlich mehr Möglichkeiten Ja oder Nein zu sagen, als andere (diejenigen, die Jobs haben oder Konzerne leiten).

  • Es ist kein Wettkampf zwischen Dir und der KI.
  • Es ist auch kein grenzenloser Wettbewerb zwischen Selbstständigen.
  • Du bist für Deine Kunden da, nicht für die KI.

Es kann zum Beispiel sein, dass Du nicht mehr so viele Jahre arbeiten willst und Du bereits in Deinen Stärken bist. Dann musst Du nicht mehr alles mitmachen. Achte auf Deinen Freipunkt (kenne Deine Zahlen) und bleibe in Deiner Stärke. Mache den einen oder anderen Ausflug in die KI, nutze das eine oder andere Tool. Kenne Dich soweit mit KI aus, wie es Deiner Sache (Deinen Kunden) dient.

Wer tiefer einsteigt, wird sich seine Arbeitsabläufe und Routinen genau ansehen. Also KI „tiefer“ einsetzen und entsprechend mehr wissen wollen. Wer nicht so viel investiert, begnügt sich mit der Nutzung des einen oder anderen KI-Tools.

Nutze eine Güterabwägung

Tiefer einzusteigen braucht Zeit. Lohnt sich das?

Hier raten wir zu einer Güterabwägung. Wäge ab: Wie viel Zeit investierst Du, um was zu erreichen? Denn es ist wie bei jeder anderen Technik auch: Wenn die Technik Dich mehr Zeit kostet, als sie Dir einspart, dann brauchst Du sie nicht. Frage Dich aber auch: Was passiert, wenn ich diese Tools nicht einsetze, viele andere aber? Kann ich mir das leisten?

Unser Tipp: Nutze Deine vier wichtigsten Güter bei dieser Abwägung.

  • Deine Zeit
  • Deine Produkte
  • Deine Kunden
  • Deine Reputation

Bedenke die Auswirkung auf Deine wichtigsten vier Güter und wäge ab, ob und in welchem Umfang der Einsatz von KI sinnvoll ist. Wir würden empfehlen, die KI dort einzusetzen, wo es Dir gerade am meisten hilft und Deine Güter am wenigsten gefährdet.

Frage Dich vor dem Einsatz einer bestimmten Sache:

  • Hilft Dir das, Zeit zu sparen?
  • Hilft Dir das, bessere Produkte zu gestalten?
  • Hilft Dir das, neue Kunden zu bekommen?
  • Hilft Dir das, bestehende Kunden zu halten?
  • Hilft Dir das, eine höhere Reputation zu haben?

Die Befürworter von KI werden jetzt sagen: In allen Bereichen hilft Dir die KI. Deswegen solltest Du sie überall einsetzen.

Das sehen wir etwas differenzierter.

So wird Deine Reputation nicht immer durch den Einsatz von KI gestärkt. Achte streng darauf, dass die Qualität Deiner Inhalte nicht sinkt. Recherchiere und belege Quellen richtig. Und die Zeitersparnis hält sich in Grenzen, wenn Du kopflos irgendetwas mit KI generierst. Aber mache es Dir nicht zu leicht. Zu sagen: „Ich habe das früher alles per Hand gemacht, ich werde das morgen auch noch hinbekommen“, sollte nicht leichtfertig gesagt werden.


Beispiel Fachautor

Zur Zeit stehen alle Branchen und Konzepte vor KI-Entscheidungen. Da wir uns viel mit Autoren auskennen, nehmen wir den Fachautor einmal beispielhaft heraus. Er steht im Umbruch. Er wird in Zukunft anders schreiben als bisher.

Als Fachautor entscheidest Du zum Beispiel, ob Du:

  • Deine Texte nach wie vor per Hand und in Eigenarbeit schreibst.
  • KI in der Vorarbeit nutzt, um schneller zu sein, oder Impulse zu bekommen.
  • Eine KI komplett trainierst, Texte so zu schreiben, dass sie wie von Dir geschrieben klingen.

Und das will abgewogen sein.

KI ist NICHT immer besser:

  • Es kann schneller sein, bestimmte Texte selbst zu schreiben.
  • Es kann für Deine Reputation besser sein, die Texte selbst zu schreiben.
  • Es können Hand geschrieben bessere Texte für Deine Kunden herauskommen.

Das kann so sein. Muss aber nicht.

Viele Autoren (gerade Fachautoren und auch wir) recherchieren inzwischen viel mit KI. Das spart Zeit und verbessert das Produkt, weil die eigene Struktur überprüft und ergänzt wird. Es gibt Bereiche, in denen wird die KI bestimmte Standard-Texte schneller und akkurater ausspucken, als Du das überhaupt schreiben willst. Und es gibt andere Bereiche, da solltest Du Dich tunlichst weiterhin selbst auf den Hosenboden setzen und selbst schreiben.


Wäge differenziert ab

Dies ist nur ein Beispiel einer differenzierten Abwägung.

Wichtig ist uns: Wäge es bei Dir in Ruhe ab. Taste Dich heran. Gerade smarte Konzepte leben oft von der Stärke und Authentizität der Inhaberin, des Inhabers. Viele smarte Konzepte sind Experten-Konzepte, bei denen Deine Einschätzung gefragt ist.

Kapitäns-Entscheidungen triff bewusst

Unterscheide immer zwischen Assistenz- und Kapitäns-Entscheidungen. Jede Hilfestellung, die Dir Zeit erspart, ist willkommen. Schlägt die KI Dir aber eine Richtung vor, stehst Du in der Verantwortung, zu entscheiden, ob der gewählte Kurs richtig ist.

KI ohne Kontext ist beliebig

Wenn Du über KI nachdenkst, denke über Deine Quellen und die Basis nach, aus der die KI schöpft (Kontext).

Denn arbeitet eine KI ohne Kontext, dann passieren seltsame Dinge.

Während wir diesen Artikel schrieben, schlug uns ein AI-Assistent eines sehr großen Video-Portals vor, welche Themen wir in Zukunft als Video veröffentlichen sollten.

  • Wir hatten der AI keinen Kontext von uns gegeben
  • Die AI hatte einfach alle Videos der Vergangenheit von uns analysiert
  • Und dann auf Verdacht Vorschläge gemacht

Unter den Themen, zu denen wir Videos machen sollten, war auch KI (das wundert uns nicht). Und der AI-Assistent hatte richtig gesehen, dass wir für Solopreneure und Smarte Selbstständige publizieren (gut getroffen).

Was die KI nicht wusste: Wie wir Marketing machen und auch machen wollen.

So schlug „es“ uns vor, ein Video für Solopreneuere über KI zu drehen mit einem psychologischen Hook, damit er besonders gut ankommt. Der vorgeschlagene Hook, war „Urgency und Scarcity“. Also „Dringlichkeit“ und „Verknappung des Gutes“. Das benennt ein Prinzip aus dem Copywriting, um Kunden zum schnellen Kaufen zu bewegen. Es wird eine Dringlichkeit und Situation der Enge erzeugt, so dass man handeln will, um dieser zu Situation zu entkommen. Sinngemäß: „Die KI ist jetzt da. Wenn Du nicht jetzt sofort handelst, verpasst Du den Zug“.

Wir stehen aber für Vertrauens-Marketing, nicht für Hook-Marketing.

Ein solcher Hook würde diamentral gegen unseren KI-Rat dieses Artikel stehen: „Nimm es ernst, entscheide aber in Ruhe“. Wir werden also diesem Vorschlag der KI nicht folgen 🙂

Das ist ein Beispiel, dass eine KI ohne Kontext-Information Dir nicht die passenden Ergebnisse bringt.

Fazit

Die KI ist da. Es gibt von vielen Seiten Druck, sich entscheiden zu müssen. Gerade deshalb entscheide aber mit Struktur. Nimm den Druck raus. KI kann für Dich viele positive neue Dinge bringen (wenn Du Deine Rolle kennst und im richtigen Kontext arbeitest):

  • Du kannst entscheiden, wie viel KI Du einsetzt
  • Du solltest das mit Augenmaß tun
  • Gehe schrittweise vor
  • Entscheide vorbereitet
  • Siehe Dir Deine Abläufe und Fragestellungen an
  • Analysiere, bevor Du ein KI-Tools einsetzt

Wir wünschen Dir gute KI-Entscheidungen, die Dein Konzept smarter und Dich stärker und erfolgreicher machen. Struktur wird immer wichtiger. Daher investiere nicht nur in KI-Tools, sondern vor allem in eine gute Struktur. Auch gerade beim Einsatz von KI hilft Dir die Produkt-Treppe®, die Sicht zu klären.

 


Du willst mehr zum Thema erfahren?

Auf dem Solopreneur Day 2025 werden wir
am Freitag, den 26.09. tiefer in das Thema einsteigen.

Du kannst hier das Programm zum Solopreneur Day anfordern.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Datenschutzhinweis: Das Verfassen eines Kommentars ist ohne Angabe persönlicher Daten möglich. Das einzige Pflichtfeld ist der Kommentar. Alle anderen Felder sind freiwillig. Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse eintragen, wird diese genutzt, um Ihr Profilbild vom Dienst Gravatar zu beziehen. Weitere Informationen und Hinweise zum Widerrufsrecht finden Sie in der Datenschutzerklärung

Produkt-Wissen in Reinkultur

Der neue Produkt-Finder

  • Kennst Du eigentlich Deine Produkte?
  • Was kann denn alles auf die Produkt-Treppe?
  • Werde zum Produkt-Spezialisten.
Mehr Information zum neuen Produkt-Finder
Top