Smart Working

Smart Working bezeichnet eine Weise der Arbeit, die durch Nutzung moderner Technik die eigene Flexibilität und Unabhängigkeit stärkt. Ziel ist dabei, die eigene Arbeitsbelastung zu senken und die Freude an der eigenen Arbeit zu steigern. In der Regel führt Smart Working auch zu einer Steigerung der eigenen Produktivität.

Smart Working kann sowohl in etablierten Firmen um sich greifen, als auch von Einzelpersonen (i.d.R. Selbstständigen) praktiziert werden. Ein Smart Business Concept ist ein Geschäftsmodell, das von vornherein auf Smart Working zielt.

Smart Working bezeichnet verschiedenes

Smart Working ist kein fest definierter Begriff. Es fallen darunter verschiedene Ansätze. Führen Großkonzerne das Stichwort Smart Working im Munde, meinen Sie damit häufig die Umgestaltung ihrer klassischen zentralistischen Bürokultur zugunsten eines flexibleren Zusammenarbeitens von verschiedenen Standorten aus. Dies führt zur Umgestaltung der Arbeitsplätze. Funktional wie auch atmosphärisch. Bekannt ist das Beispiel der Büros von Google. Gerne genannt wird das Büro in Zürich mit seiner lockeren, bunten Gestaltung. Hier können die Mitarbeiter kommen und gehen, wann sie wollen und es gibt eine ganze Reihe anderer Freiheiten, von denen andere Angestellte nur träumen.

Die Veränderung der Firmenkultur großer Companies interessiert uns bei Smart Business Concepts weniger. Uns geht es um Smart Working für den Einzelnen, den Entrepreneur.

Smart Working als Lebensform des Einzelnen

Smart Working ist abseits der Kulturveränderung in großen Firmen eine Lebenshaltung, die erst durch die moderne Gesellschaft und insbesondere die neue Kommunikationstechnik möglich wurde. Die Sicht des Einzelnen brachte in unseren Augen John Curran 2008 in seinem Blog smartworking.com auf den Punkt (den er leider nicht bis heute aktiv weiterschrieb):

„Smart Working bedeutet für mich, die Kontrolle über die eigene Arbeit zu erhalten – Selbstverantwortung zu übernehmen – es geht darum, für sich selbst effektiver zu werden, nicht in erster Linie für die Firma. Es gibt einen grundlegend roten Faden durch all dieses Wirtschafts-Fachgerede: Zum ersten Mal in der Geschichte beherrschen die Arbeiter die Produktionsmittel – wir müssen nicht länger von großen Firmen abhängig sein, können unser Einkommen als Freelancer verdienen, unser eigenes Business aufsetzen oder einfach den Arbeitsplatz wechseln und für jemanden arbeiten, der uns besser behandelt. Lasst uns deswegen mehr bestimmen, was wir arbeiten (oder nicht arbeiten) und vielleicht sogar etwas besser dafür bezahlt werden! Smart Working zielt mehr auf Einzelpersonen als auf die Firmen, da wir als Einzelpersonen ab jetzt die Produktionsmittel steuern.“

Die Kennzeichen von Smart Working

– die eigene Arbeit wird selbst verantwortet
– wann und wo gearbeitet wird ist nicht maßgeblich
– im Vordergrund stehen die erreichten Ziele
– dies führt zur Flexibilität in Bezug auf den Arbeitsplatz
– dies führt zu vermehrter Arbeit in virtuellen Teams
– häufig zur Arbeit in verschiedenen Teams gleichzeitig (Teaming)
– möglich wird dies durch mobile Kommunikationstechnik

Ein Slogan der Smart Working-Szene ist Work smart not hard. Gemeint ist damit, dass ein intelligenter Einsatz von Arbeit zu besseren Ergebnissen führt und auch zu einem besseren Abgleich von privaten Lebenszielen mit dem Arbeitstakt.

Warum greift Smart Working um sich?

Smart Working ist daher ein vielschichtiges Phänomen mit vielen Gesichtern. Jochen Robes fragte 2008 in seinem Weiterbildungsblog.de: „Noch nicht ganz eindeutig ist aus meiner Sicht, wer Treiber dieser Entwicklung ist: ökonomische, soziale oder individuelle Motive.“ Unsere Antwort: Genau diese drei Treiber sind es. Warum sollten sie sich widersprechen? Die Frage ist mehr: Wer setzt welchen Treiber in Gang? Ein Großkonzern, weil er seine Performance steigern und gute Leute halten will oder ein einzelner Mensch, weil er sein Leben verändern möchte? Im zweiten Falle ist es ein Smart Business Concept.

 

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