Ratgeber Selbstständig machen

Doch es ist kein Selbstläufer und braucht Vorbereitung und ein gutes Geschäftsmodell. Ein Geschäftsmodell (!), keinen Businessplan. Denn das gleich vorweg: Die meisten smarten Konzepte nutzen – entgegen landläufiger Meinung – beim Start keinen Businessplan. Da gibt es Alternativen.
Willst Du eine kompakte Selbstständigkeit, daher hier sofort der erste Tipp:
- Starte nicht bei der Rechtsform
- Starte nicht mit einem Businessplan
Worum Du Dich zuerst kümmern solltest:
- Dein Kopfkino und Deine taktischen Entscheidungen
- Dein Geschäftsmodell (wir raten zu einem kompakten)
Und da können wir Dir mit einer Landkarte helfen.
1. Selbstständig sein ist (kompakt) gut machbar
2. Solo-Selbstständigkeit, der smarte Weg
3. Höre auf Dein Selbstständigkeits-Warum
4. Was beim selbstständig machen wirklich zählt
Im Abschnitt 4 findest Du die Think-Smart-Map als kostenloser Download
Autor: Ehrenfried Conta Gromberg
1. Selbstständig sein ist (kompakt) gut machbar
Dieser Ratgeber ist ein Gemisch aus Motivation und Orientierung.
Starten wir mit ein wenig Motivation.
Warum es sich heute mehr denn je lohnt, sich selbstständig zu machen
Wenn Du über eine Gründung oder einen anderen Weg in die Selbstständigkeit nachdenkst – schau Dir das wirklich an. Wir machen Dir Mut dazu. Denn mit dem richtigen Geschäftsmodell lohnt sich das nicht nur, es macht zufrieden und unabhängig.
Starten wir mit der Machbarkeit.
- Es ist machbar.
- Die Bedingungen für eine Selbstständigkeit waren selten so gut wie heute.
Das klingt vielleicht für Dich überraschend (denn die Stimmung um Dich herum mag anders sein) – aber es stimmt. Wer sich heute selbstständig machen will, kann auf Dinge zurückgreifen, die es früher nicht gab:
• Es gibt immer mehr smarte Business-Tools
Diese übernehmen Aufgaben, für die früher ganze Büros nötig gewesen wären. Plattformen ermöglichen viele Dinge, ohne dass Du eigene Infrastruktur aufbauen musst. Du kannst Kunden begleiten – egal, wo Du gerade unterwegs bist. Du kannst Dich selbst einfach organisieren (von Buchhaltung, Dateiablage bis hin zur mobilen Erreichbarkeit). Ganz zu schweigen vom schnellen Zugriff auf Wissen über KI und vieles mehr. Anders gesagt: Du hast richtig tolle Komponenten. Die hätten wir uns bei unserer Gründung vor vielen Jahren händeringend gewünscht.
Du musst nicht alles digital machen, aber Du kannst. Das ist eine große Freiheit.
• Du kannst Dein Geschäftsmodell individuell und kompakt gestalten
Waren früher Selbstständigkeiten an viele Regeln und meist auch an einen festen Standort gebunden, so hat sich das mit dem Internet geändert. Du kannst individueller vorgehen. Das bedeutet nicht, dass der Aufbau eines eigenen Business überall gleich leicht ist.
Wir schreiben in diesem Ratgeber nicht über jedes Geschäftsmodell.
- Wir meinen kompakte Modelle.
- Also schlanke, taktisch schnelle Selbstständigkeiten, die Dich flexibel halten.
- Und das funktioniert heute viel besser als früher.
Viele der neuen smarten Geschäftsmodelle sind persönlich anpassbar. Du kannst Dir etwas aufbauen, was zu Dir und Deiner Kompetenz passt, ohne die alten Notwendigkeiten eines Ladens oder ähnlich. Natürlich kannst Du ein festes Büro haben (wir haben das auch noch). Aber Du musst nicht. Und auch die Zusammenarbeit mit anderen: Da ist vieles schnell und schlank, remote möglich.
Wenn Du Dir nichts unter diesen Geschäftsmodellen vorstellen kannst:
Lies hier mehr im Ratgeber Geschäftsmodell darüber.
• Es gibt Mentoren, die sich mit solchen Modellen auskennen
Das hört sich komisch an. Aber als wir uns selbstständig machten, gab es in Deutschland niemanden, der bei „Nicht-Standard-Gründungen“ zur Seite ging. Wenn Du einen Handwerksbetrieb eröffnen wolltest: Klar, da gab es die Handwerkskammern. Bei anderen klassischen Konzepte die IHKs. Aber bei einem smarten Konzept warst Du komplett auf Dich alleine gestellt. Auch die Experten hatten wenig Unterstützung. Zum Beispiel die Frage: „Wie werde ich eigentlich Berater?“ – dazu gab es keine Informationen. Das ist mit ein Grund, warum wir heute ein Mentoring-Programm für solche Geschäftsmodelle haben. Heute kannst Du Sparring bekommen. Bei uns oder bei anderen.
• Es gibt Bedarf – gerade für Smarte Experten
Aber gibt es auch genug Kunden? Zur Zeit gibt es Sorge, dass KI und digitale Technik den „echten Menschen“ wegrationalisiert. Das sehen wir nicht so.
Schaue Dich um. Fast überall liegt Arbeit herum, sind Dinge im Umbruch. Es wird Orientierung und Hilfe gebraucht. Wissen, Entscheidungen, Services. Gerade weil die Dinge im Umbruch sind. Auch die Wünsche sind nicht weniger geworden: Erlebnis, Genuss, Selbsterfahrung. Oft ist das damit verbunden, das wir spüren: Wir müssen unsere Wünsche anders (umweltverträglicher) umsetzen. Das bedeutet nicht, dass für alles bezahlt wird. Doch selbstständig zu sein funktioniert, wenn Du bereit bist, in Richtung der Dinge zu schauen, die gerade gebraucht, gewünscht und bezahlt werden.
Wenn Dir das schwer fällt: Wir helfen Dir, eine Positionierung zu finden, in der sich Bedarf und Zahlungsbereitschaft treffen.
Hast Du eine Kompetenz, die auf Deiner Ausbildung, Erfahrung oder Deinem Wissen beruht: Dann hast Du schon einmal sehr gute Karten (Experten-Konzept wie Beratung, Coaching, Teaching). Bist Du bereit, anderen Arbeit abzunehmen oder zu begleiten – auch der Service-Bereich boomt. Kannst Du Wünsche erfüllen (Erlebnis-Konzepte): Trau Dich, das anzugehen. Und dass Maker und Händler von der Digitalisierung profitiert haben – das erklärt sich von selbst. Wir würden heute kein Ladengeschäft mehr in der Fußgängerzone einer Kleinstadt eröffnen – aber ein smartes, kompaktes Konzept: Das geht.
• Du kannst ohne Fremdkapital starten
Viele smarte Geschäftskonzepte sind nicht nur im Aufbau, sondern auch bei den Startkosten schlank. Eine Selbstständigkeit ist immer mit Arbeit und zu Beginn mit Investitionen verbunden. Du musst Hartnäckigkeit mitbringen. Doch es ist möglich, bei smarten Selbstständigkeiten die Investitionskosten gering zu halten. Wir haben einige Soloselbstständige begleitet, die nicht viel mehr als ein gutes Laptop in ihr Business einbrachten. Also im wahrsten Sinne des Wortes kompakt. Früher undenkbar, heute machbar.
Das ist bei klassischen Selbstständigkeiten oft anders.
Angenommen, Du wolltest ein Juweliergeschäft in einer mittelgroßen Stadt in einer einigermaßen guten Lage eröffnen. Dann musst Du viel Geld auf den Tisch legen, bis das Geschäft gemietet, eingerichtet, technisch gesichert und startklar ist. Und das meiste Geld von Dir liegt im ersten Warenbestand in den Vitrinen. Die Kosten der Unternehmensgründung sind in diesem Fall hoch. Plus: Du gehst langfristige Bindungen ein, ohne vorher zu wissen, ob das Geschäft so laufen wird, wie Du es Dir vorgestellt hast.
Unser Rat:
- Lieber kein stationäres Juwelier-Geschäft
- Lieber ein kompaktes, digitales, sinnstiftendes Geschäftsmodell
- Etwas, in das Du Dich Schritt für Schritt hineintesten kannst
2. Solo-Selbstständigkeit, der smarte Weg
Machen wir weiter mit ein wenig Information.
Die meisten Selbstständigkeiten sind Solo-Gründungen
Oft wird so getan, als wenn überall Unternehmen gegründet werden, die viele Angestellte haben. Weit gefehlt. Der Trend geht zum kompakten Geschäftsmodell. Der Trend zur Soloselbstständigkeit ist in Deutschland ungebrochen und der Anteil der digitalen Geschäftsmodelle nimmt darin weiter zu.
Die Zahlen der KfW sind eindeutig:
Der überwiegende Teil der Starts in Deutschland sind keine großen Startups oder Betriebe.
Die meisten Selbstständigen
- haben keine Angestellten
- holen sich keinen Bankkredit
- und schreiben keinen Businessplan der alten Schule.
Natürlich wirst Du die großen Firmen solo nicht überholen. Aber darum geht es nicht. Und das bedeutet auch nicht, dass eine schlanke Aufstellung unbedingt einfach ist. Um mit einem smarten Business gut auf den Füßen zu landen, braucht es eine Idee, wie das aussehen könnte.
Wir haben Dir eine Landkarte erstellt, auf der die wichtigsten 25 smarten Geschäftsmodell-Muster aufgeführt sind.
Wenn Du diese Map nutzt, dann hilft sie Dir bei einer zentralen Entscheidung:
Wie groß ist das, was Du Dir vornimmst?
Mit welchen flexiblen Bausteinen baue ich mein Business?
Wie wäre es, wenn Du Dir etwas kompaktes, gut steuerbares aufbaust.
Du bist die Inhaberin, der Inhaber. Dazu einige verlässliche Kontakte im Netzwerk, ein richtig gut aufgeräumtes Angebot (Produkte) und das in Kombination mit einigen leicht zu bedienenden digitalen Business-Tools: ein leichtes Setup, mit dem Du gleichzeitig viel erreichen kannst.
Ist das denn schon eine Firma?
Ja natürlich.
Damit es sich leichter anhört, haben wir es „smartes Konzept“ genannt.
Du kannst Dich selbstständig machen – kompakt und wendig
Wir machen Dir Mut, in den Trend Smart Business hineinzugehen:
Baue Dir eine kompakte, smarte Selbstständigkeit.
Dafür brauchst Du ein reduziertes Geschäftsmodell.
Ist Selbstständigkeit wirklich so einfach?
Nein, natürlich nicht.
Gute verfügbare Technik und Mentoren allein machen noch keine Selbstständigkeit. Reduktion alleine ist noch keine Qualität (nimmst Du alles weg, ist am Ende nichts mehr da). Außerdem gibt es diverse Branchen, da würden wir nichts mehr gründen.
Du brauchst Klarheit und Fokus. Es ist eine gute Zeit für Dein eigenes Business, aber die Szene der Geschäftskonzepte ist anspruchsvoller geworden. Gerade der am schnellsten wachsende Bereich, der Sektor der smarten Experten, fächert sich immer weiter auf. Heute geht es zum Beispiel nicht um „Beratung“, sondern um viele Wege, wie Du als Beraterin unterwegs sein kannst. Auch gerade Coaching hat sehr viele unterschiedliche Gesichter.
Anders gesagt:
- Deine Selbstständigkeit ist möglich
- Sie ist aber Denksport
- Sie will individuell konfiguriert werden
- Und das geht über das Geschäftsmodell
Du brauchst
- Ein klares Angebot
- Eine gute, souveräne Positionierung
- Ein funktionierendes technisches System
- Eine Vorgehensweise im Marketing
- Ein praktikables Controlling
- Und die Bereitschaft, Dich immer wieder neu auszurichten
Das ist hochindividuell und doch gibt es Muster. Die wir uns seit Jahren ansehen und für Dich aufgearbeitet haben. Wir sind Fans von sehr guter Struktur: Wer heute gut vorbereitet in die Selbstständigkeit geht, hat echte Chancen auf ein selbstbestimmtes, erfülltes und wirtschaftlich tragfähiges Leben. Der Trick ist in unseren Augen die Kombination aus einer sehr guten Planung und einem flexiblen Mindset (denn es wird immer noch etwas anders kommen, als Du dachtest).
3. Höre auf Dein Selbstständigkeits-Warum
Gehen wir jetzt ein wenig tiefer. Kommen wir zur Frage, was Dich treibt.
Höre auf Deine innere Stimme: Was treibt Dich wirklich an?
Denkst Du über Gründung nach, wirst Du von Standard-Leitfäden von IHKs, Kammern, Wirtschaftsförderungen und Banken überschüttet. Bevor Du aber über Rechtsform, Businessplan oder gar Finanzierung nachdenkst, lohnt sich eine andere Frage:
Warum willst Du Dich eigentlich selbstständig machen?
Und hier höre bitte achtsam und vorsichtig auf Deine innere Stimme, Dein Warum. Diese Stimme ist oft leiser als Du denkst. Der Grund, aus dem Du startest, entscheidet oft darüber, ob Du in schwierigen Phasen weitermachst – oder aufgibst. Daher schaue dort zuerst hin.
Wir haben im Mentoring sechs Gründe beobachtet:
1. Du magst Deinen bisherigen Platz nicht mehr
Viele, die zu uns kommen, haben einen Anlass: Sie wollen weg. Aus einem Unternehmen, das nicht mehr zu ihnen passt. Oft aus einer Rolle, die einengt. Das ist ein legitimer Grund. Er trägt dann weit, wenn Du auch weißt, wohin Du willst. Du kannst bei uns einmal Selbstständigkeit „auf dem Trockenen“ durchspielen und dann gezielt sagen: Das ist meine Zukunft oder nicht. Selbstständigkeit ist eine echte Alternative, wenn der Platz an anderer Stelle für Dich zu klein geworden ist.
2. Du brauchst einen neuen Platz
Vielleicht musst Du weg. Du spürst: In meiner Branche läuft es nicht mehr so wie früher. Dann warte nicht, bis andere für Dich handeln. Erkunde frühzeitig einen Plan B. Selbstständigkeit ist machbar, aber nicht in 24 h von heute auf morgen. Lass uns sehen, ob das eigene Business für Dich der bessere Weg ist. Bereite den neuen Platz bereits jetzt vor. Gerne auch Undercover. Wir sind verschwiegen.
3. Du möchtest mehr Geld verdienen
Ein berechtigter Grund. Und als Selbstständiger wirst Du einiges Geld bewegen. Aber verwechsele Umsatz nicht mit dem, was am Ende in den Händen bleibt. Daher sagen wir: Ja, Du kannst selbstständig Geld verdienen. Aber Controlling ist angesagt. Kalkulieren ist gar nicht so schwer. Gehe in die Selbstständigkeit nicht nur wegen des Geldes. Geld ist ein wichtiger Faktor, ist aber als „Warum“ nur ein Bein. Besser wäre noch ein zweites Warum dazu.
4. Du willst es wissen
Du siehst die Möglichkeiten, die neue Technik und viele neue Möglichkeiten bieten. Du bist neugierig. Du fragst Dich: Was wäre, wenn ich das ausprobiere? Das ist ein Antrieb, der uns gefällt. Wenn Du das jetzt noch mit einem konkreten Angebot verbindest: So wurden schon die besten Geschäftskonzepte geschmiedet.
5. Du möchtest Dein Leben aktiv gestalten
Du willst nicht nach den Spielregeln anderer leben. Du willst entscheiden, was Du wie tust – und dafür die Verantwortung übernehmen. Das geht und ist kein romantisches Bild. Es ist eine Haltung, die wir ermutigen. Raus aus der deutschen Vollkasko-Denke (der Staat versorgt Dich), hin zur eigenen Freiheit.
6. Du willst selbstwirksam sein
Das ist einer der tragfähigsten Gründe.
Du willst selbst gestalten, sehen, wie etwas entsteht. Psychologen nennen das Selbstwirksamkeit. Wir nennen es: Selbstständigkeit. Wenn Du diesen Antrieb in Dir trägst, findest Du auch in schwierigen Phasen Deinen Weg. Deswegen haben wir Dir folgend dazu ein Fallbeispiel eingestellt. Was passiert, wenn Du Deine Selbstwirksamkeit verlierst.
Frage Dich:
- Welcher dieser Gründe trifft auf Dich zu?
- Und trägt Dich das auch dann, wenn es mal nicht so läuft?
4. Was beim selbstständig machen wirklich zählt
Zum Schluss ein kurzer Fahrplan, wie wir vorgehen würden.
1. Erkunde das Terrain
Fange an zu beobachten: Was tun andere, was könnte ich tun?
Hole Dir dazu die Think-Smart-Map. Eine Karte mit grundlegenden Geschäftsmustern.
Die einzelnen Muster sind noch keine konkrete Geschäftsidee. Aber Du lernst das Gelände kennen.
2. Starte bei Deinem Geschäftsmodell
Wir haben es schon mehrmals gesagt, wiederholen es noch einmal, weil das der Standardfehler ist:
- Der erste Schritt ist nicht der Businessplan.
- Den brauchst Du gar nicht immer.
- Und auch nicht die Wahl der Rechtsform.
- Die Rechtsform folgt Deinem Geschäftsmodell, nicht umgekehrt.
Der erste Schritt ist Klarheit über Dich selbst (Kopfkino) und Dein Geschäftsmodell:
- Was kannst Du?
- Was willst Du?
- Für wen willst Du es tun?
Bei Dir zu starten, nennen wir den biografischen Ansatz. Dein Business muss zu Deiner Person passen – nicht umgekehrt.
Wenn Du nur vom Markt her denkst, greifst Du zu kurz.
3. Product First
Danach kommt das konkrete Angebot (wir nennen das Produkt):
- Wer sind dann Deine Kunden?
- Was bietest Du an?
- In welcher Form?
- Zu welchem Preis?
Unser Rat:
- Product-First! – Starte nicht mit Bürokratie.
- Starte mit Deinem Angebot.
- Produkt-Arbeit ist Geschäftsmodell-Arbeit.
- Denk das Geschäftsmodell nicht abstrakt.
Dein Angebot ist der Kern von allem. Nicht Deine Website, Dein Logo oder Dein Instagram-Kanal. Wenn das Produkt nicht stimmt, hilft Dein Marketing nichts.
3. Starte reduziert und kompakt
Wir empfehlen, eine wirklich reduzierte Firma aufzubauen. Mit Dir als Person am Steuer und Systemen, die Dir liegen und die Du gerne bedienst.
4. Denke in sinnvollen Systemen
Schlank arbeiten zu können bedeutet: Du brauchst ein System. Heute hat Selbstständigkeit mit (digitaler) Technik zu tun. Du baust ein laufendes System. Wenn Du das früh verstehst, ersparst Du Dir viel Frust.
Aber es geht nicht nur um Technik. Denn Technik wird nicht nur als hilfreich erlebt.
Bei aller KI und digitalen Schaltern. Im Mittelpunkt stehen zwei Menschen:
- Du als der Profi, der etwas selbstwirksam gestaltet.
- Dein Kunde als Mensch mit Emotionen, Stärken, Problemen.
Daher sprechen wir vom Double Product Fit (nicht vom Single Market Fit) und oft vom Kreativen Raum. Du darfst nicht nur ein Hetz-System installieren. Balanciere es so aus, dass Du die Freiheit Deiner Selbstständigkeit so erfahren kannst, dass Deine Kunden spüren: Hier ist ein Lösungsbringer.
Fazit selbstständig machen
Es gelingt – mit einer Landkarte in der Hand
Selbstständig ist eine der wenigen Entscheidungen, bei der Du wirklich selbst bestimmst, wohin die Reise geht. Und das fühlt sich gut an. Wenn Du mit dem Gedanken spielst, Dich selbstständig zu machen: Du hast gute Voraussetzungen. Die Technik ist da. Die Möglichkeiten sind da.
Was fehlt, ist oft die letzte Selbstsicherheit:
Was ist Dein klares Angebot, Dein tragfähiger Grund, auf dem Du gehst?
Das kannst Du Dir in einer guten Vorbereitung erarbeiten. Fange dabei nicht mit dem Businessplan an. Fange mit Dir an. Mit Deinem Kompetenz-Feld. Mit Deinem ersten starken Produkt. Dann bau darauf auf.
Kompakte Ideenwege begleiten wir sehr gerne
Viele, die zu uns kommen, haben viel Wissen. Aber sie haben noch keine klare Vorstellung, wie sie dieses Wissen in ein schlüssiges Angebot bekommen. Bei uns fing es an, wirklich gut zu laufen, als wir ein erstes starkes Produkt hatten. Mit einem klaren Nutzen. Was viele übersehen: Gerade Experten können solche konkreten Produkte haben. Ein Beratungspaket ist ein Produkt. Ein strukturiertes Coaching-Programm ist ein Produkt. Wenn Du Begleitung suchst: Wir sind seit vielen Jahren Mentoren auf diesem Weg und kennen die Stellen, an denen es holprig wird. Schau Dir unsere Intensivgruppe an oder starte mit einem unserer Bücher. Oder melde Dich einfach.
Fragen und Antworten
Natürlich. In Deutschland sogar einige
Es kann Dir passieren, dass Dich einige Menschen einfach nicht verstehen. Sie leben in einer anderen Welt. Wir sind immer wieder erstaunt mit welcher Selbstverständlichkeit Angestellte sich krank schreiben und andere Absicherungen genießen, die Du einfach so nicht haben wirst. Selbstständig zu sein ist eine andere Art zu leben.
Baust Du Deine Selbstständigkeit maßgeblich auf Dich als Leistungsträger auf, fällt Dein Einkommen aus, wenn Du ausfällst. Ein Grund, warum wir unfallträchtige Sportarten etc. meiden. Das ist ein Punkt, den Du Dir ansehen solltest. Es ist ein Grund, warum gerade Soloselbstständige sich sehr wohl absichern und vorsorgen (entgegen manch anderer gestreuter Vorurteile).
Es ist viel überregelt. Leider war das in der Vergangenheit an diversen Stellen so, dass gerade kompakte, smarte Selbstständigkeiten die volle Ladung der Bürokratiekompliziertheit abbekommen haben: DSGVO, GRZ, ZFU, Scheinselbstständigkeit, diverse seltsame Verpackungsverordnungen, Steuersätze, die nicht wirklich logisch sind. Wir sind nicht gegen klare Regeln, begrüßen das durchaus. Aber wie das an Soloselbstständige herangetragen wird, dass kann Dich dann doch behindern.
Das Problem ist in der Politik erkannt. Wir kennen Beamte, die wirklich fit sind. Aber die Umsetzungs-Geschwindigkeit (Vereinfachung, Digitalisierung) ist schleppend.
Wir könnten noch den einen oder anderen Punkt anführen. Wir könnten in die Klagen und Wut vieler Mitbürger einsteigen (was wir nicht empfehlen, denn bei weitem nicht alles ist in unserem Land schlecht).
Wir stellen Dir aber lieber diese Frage:
- Willst Du auswandern?
- Willst Du in Deutschland bleiben?
- Willst Du in einer unperfekten Welt Deinen eigenen Weg gehen?
- Oder willst Du aus Sorgen nichts tun?
Wir machen Dir Mut, Dich selbstständig zu machen. Wir sagen nicht, dass es perfekt ist.
Vergleiche es mit anderen Wegen, die Du gehen kannst. Eine Anstellung ist auf eine andere Art nicht perfekt. Wäge das einfach ab. In unseren Intensivgruppen passiert es grob in einem von 100 Fällen, dass eine Teilnehmerin oder Teilnehmer sagt: Ich habe jetzt ein Geschäftsmodell entwickelt, finde das auch spannend, aber unter dem Strich ist mir klar geworden, dass ich doch eher im Rahmen einer Anstellung vorankommen möchte. Auch das ist legitim und dann eine begründete Entscheidung. Der Weg der Selbstständigkeit ist nicht der einzige Weg, glücklich zu werden. Er ist nur der Bessere 🙂
Du benötigst nicht zwingend eine einmalige Geschäftsidee oder ein Alleinstellungsmerkmal
Aber Du brauchst eine souveräne Positionierung.
Diese ist spezifisch. Das bedeutet nicht, dass Du die oder der Einzige in einem Bereich sein musst. Denn sonst könnte ja keine Yoga-Lehrerin neu an den Start gehen …
Noch ein Beispiel:
Wir sind nicht die einzigen, die im Bereich Business-Modelling für Selbstständige, Experten, Solopreneure und flexible smarte Teams unterwegs sind. Wir sind gut, in dem, was wir tun. Deswegen haben wir Kunden.
Wir nutzen den Begriff Alleinstellungsmerkmal nicht mehr. Nenne es Starkstellungsmerkmal. Sei für eine Art von Kunden stark passend. Und natürlich ist es gut, Argumente zu haben, warum Die Wahl auf Dich fallen sollte. Aber versuche nicht, auf Biegen und Brechen einzigartig zu werden.
Ja, was zählt, ist Deine Fähigkeit, ein konkretes Problem zu lösen, nicht das perfekte Wissen.
Unsere Erfahrung: Du weißt genug in Deinem Fachgebiet. Die meisten, die mit uns arbeiten sind langjährige Profis oder echte Kenner einer Sache. Sie haben aber oft das Gefühl: Es gibt andere, die noch besser sind. Das stimmt schon. Aber Du hast viel Wissen oder Lebenserfahrung. Du musst nicht die Koryphäe sein. Wichtiger ist es, ein Vorgehen zu finden, das Deinen Kunden wirklich hilft. Dazu helfen wir Dir beim Produkt-Design. Das Think-smart!-Mindset ist flexibel: Du traust es Dir zu und lernst selbst auf dem Weg weiter.
Ja, Du kannst Dich immer noch mit einem Online-Business oder als Coach selbstständig machen.
In fast allen Bereichen als Berater, Mentor, Coach, Trainer, Service, Maker, Erlebnis oder im E-Commerce ist der Wettbewerb zwar stärker geworden. Aber das bedeutet nicht, dass es keinen Platz für neue Selbstständigkeiten gibt.
In Kürze geht die geburtenstärkste Generation (die Baby Boomer) in Rente. Es wird immer weiter neuen Platz für neue Geschäftskonzepte geben. Eine gute Vorbereitung ist dabei wichtig. Genau dafür gibt es unser Programm: Damit Du Deine Produkte, Deine Geschäftsidee und Dein Geschäftsmodell gut strukturierst. Gerade Experten brauchen klare Angebote. Fachwissen allein reicht nicht.
- Denke aber nicht nur zwingend 100% online.
- Heute entstehen immer mehr hybride Geschäftsmodelle.
- Also gerne auch reale und digitale Angebote gemischt.
Daher lautet die Frage bei Dir vielleicht: Wie viel ist bei mir online und wie viel klassisch?
Wenn Du mit eigenem Geld startest, brauchst Du keinen Businessplan
In Deutschland wird von Förderbanken oft so getan, als wenn ein Schritt in die Selbstständigkeit automatisch bedeutet, dass Du auch einen Förderkredit aufnimmst. Förderkredite zu vergeben ist der Job von Förderbanken. Daher sei ihnen das vergeben.
Halte Dir vor Augen:
Viele Wege in die Selbstständigkeit gehen ohne eine Kreditaufnahme. Gerade bei Smarten Konzepten ist das üblich.
Details darüber findest Du im KfW-Gründungsmonitor 2025, Zitat (Seite 9):
„Der Anteil von Gründerinnen und Gründern, die ihren Kapitalbedarf für die Existenzgründung ausschließlich mit Eigenmitteln deckten, lag im Jahr 2024 bei 74 % (Grafik 14). Das ist der höchste bisher gemessene Wert. Der Trend hin zur ausschließlichen Eigenmittelfinanzierung startete im Jahr 2018, nachdem noch 2017 mit 39 % der bisher tiefste Werte markiert wurde. Der Trend wurde 2021 zwischenzeitlich unterbrochen. Das ist auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, die 2020 Gründungspläne durcheinanderbrachte.“
Wichtig: Über 70% der Gründungen starten mit Eigenmitteln. Also ohne Kredit.
Wenn Du diesen Weg gehst, baust Du Dir Dein Business Schritt für Schritt auf. Bootstrapping wird das genannt: Du beginnst an einer Stelle Geld zu verdienen und mit diesen Einnahmen gehst Du den nächsten Schritt. Dann wieder den nächsten. Und so weiter.
Es gibt Geschäftsideen, bei denen ist das nicht möglich.
Sobald Du z.B. einen Fachbetrieb eröffnest, hast Du fast immer vorlaufende Kosten, die Du nicht einfach aus der eigenen Kasse bestreiten kannst. Im Solopreneurship oder bei smarten Konzepten (speziell beim Start als Experte), ist der Investitionsbedarf aber überschaubar. Überlege genau, ob Du deswegen einen Kredit aufnimmst. Wir sagen: vermeide es wo möglich. Das hält Dich unabhängiger.
Und wichtiger Punkt:
Nimmst Du keinen Kredit auf, dann brauchst Du auch keinen Businessplan!
Einen Businessplan brauchst Du zwingend nur, wenn Du den Gründungszuschuss beantragst oder einen Förderkredit.
Bedeutet das, dass Du einfach ohne Planung losläufst?
Das haben wir nicht gesagt. Im Gegenteil: Wir sind Fans von smarten Klärungen und Planungs- und Gedankenarbeit (Geschäftsmodell), bevor Du anfängst. Dazu gehört natürlich eine Finanzplanung.
Aber Du hast die Freiheit praktischer und schnellere Werkzeuge wie zum Beispiel Smart Business Control zu nutzen. Denn die Erfahrung ist: Der statische Businessplan ist oft eine einmalige Pflichtaufgabe und wird von den meisten später nicht wirklich weitergepflegt. Und das ist gefährlich: Sehr kleinteilig Zahlen zusammenzutragen, die nicht in der Wirklichkeit verwurzelt sind und diese dann später gar nicht mehr zu beachten.
Unsere Empfehlung:
Plane Deinen Finanzbedarf gründlich. Aber nicht kleinteilig. Plane vor allem Deine Verkaufsziele. Denn an diesen machen sich Deine zukünftigen Einnahmen fest. Schreibe also in ein Tool wie Smart Business Control lieber kleiner Ziele ein und übererfülle sie, als umgekehrt.
Ein kurzer Überblick und ein Tipp
Hast Du Klarheit, dass Du diesen spannenden, selbstwirksamen Weg gehen möchtest, dann kommen die Formalitäten.
Klärung der Rechtsform:
- Freiberufler
- Einzelunternehmen
- UG oder GmbH
Verschiedene Anmeldungen:
- Du brauchst eine Steuernummer vom Finanzamt.
- Du brauchst als Gewerbetreibender zusätzlich einen Gewerbeschein vom Gewerbeamt.
- Prüfe, ob Du Dich bei einer Handwerkskammer oder IHK anmelden musst.
In Deutschland kann dieser bürokratische Teil der Anmeldung unübersichtlich sein.
Hier unser Insider-Tipp:
Wir kooperieren mit der Gründerplattform, der offiziellen Gründungsseite der KfW. Diese Seite ist ständig auf dem aktuellen Stand und eine der gelungenen digitalen Plattformen, die im deutschen Bürokratiedschungel hilft.
Die Gründerplattform hat eine App herausgebracht.
Mit dieser kannst Du durch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Deine gesamten Anmeldungen gehen. Du kannst Deine steuerliche Erfassung (ELSTER) und Deine Gewerbeanmeldung direkt in der App anstoßen. Das Schöne daran: Du wählst die zu Dir passende Geschäftsidee. Die App führt Dich dann schrittweise durch die wichtigsten Fragestellungen. Am Ende weißt Du, was zu tun ist (oder wäre).
Aber die Anmeldungen kommen erst, wenn Du weißt, was Du wirklich willst.
Quellen und Belege
Das Konzept der „Selbstwirksamkeit“ (englisch: self-efficacy) wurde von dem Psychologen Albert Bandura eingeführt. Er beschrieb es 1977 in seiner Arbeit „Self-efficacy: Toward a unifying theory of behavioral change“ (Psychological Review, 84(2), 191–215).
Selbstwirksamkeit ist kein Begriff der ursprünglich mit Selbstständigkeit in Verbindung gebracht wurde. Es geht dabei mehr darum, wie Du insgesamt mit Deinem Leben klarkommst. Grob gesagt: Du kommst weiter im Leben (ergo auch in Deiner Firma), wenn Du im Mindset davon ausgehst, etwas bewirken zu können. Nach unserer Erfahrung ist es aber ein zentrales Motiv bei der Entscheidung.
Hier eine allgemeine Erklärung, worum es geht.
KfW-Gründungsmonitor
Auf Seite 9 des Gründungsmonitors der KfW bestätigt sich ein Trend: Die Solo-Gründungen haben die Nase bei weitem vorne. Es gab 2026 in Deutschland so wenige Teamgründungen wie noch nie.
Zitat aus dem KfW-Gründungsmonitor 2026:
„Tätige Beteiligung als Weg der Existenzgründung (sind a.d.R.) kaum mehr gefragt, Soloselbstständigkeiten machen Löwenanteil der Gründungen aus (…). In den vergangenen 20 Jahren ist ein schleichender Trend zu Sologründungen zu beobachten. Gründerinnen und Gründer finden sich seltener in Gründungsteams zusammen.“
Die Statistik für 2026 besagt:
- 86 % sind Sologründungen (in allen Bereichen, auch Startups etc.)
- 68 % sind darunter Soloselbstständige.
- Nur noch 14 % gründen als Team.



