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Lean Startup

Lean Startup ist ein Buchtitel und zugleich Schlagwort für eine bestimmte Art, einen Start-up zu führen.

Das Buch Lean Startup von Eric Ries

2011 veröffentlichte Eric Ries sein Buch “Lean Startup” und gab damit der Methode einen Namen, mit der er (und seine Mitgründer) den High-Tech Start-up IMVU nach vorne brachten. Das Buch gilt als ein “must have” für Start-up Kapitäne, die sich in einer komplexen Materie bewegen. 2012 kam es als deutsche Fassung unter gleichem Titel bei Redline heraus.

Der methodische Ansatz von Lean Startup

Häufig werden zum Begriff Lean Startup einzelne Methodiken wie “Split Testing” oder “The Pivot “genannt, die Eric Ries in seinem Buch beschreibt. Viel entscheidender in unseren Augen ist die Haltung, mit der Eric Ries seine Methodik beginnt:

• Ein Start-up ist eine lernende Organisation
• Ein Start-up ist eine menschliche Instiution, die auf einem ungewissen Feld Ergebnisse erzielen will
• Ein Entrepreneur ist etwas ganz anderes als ein Intrapreneur

Der Umkehrschluss: Große, starre Unternehmen stehen sich häufig selbst im Weg.

Wer nicht lernen kann, kommt nicht weiter

Viele Geschäftsideen funktionieren nicht beim ersten Versuch. Bestimmte Grundannahmen sind falsch. Die Nutzer wünschen sich ganz andere Features als angenommen etc. Um diese Klippen zu überspringen und das eigene Geschäftsmodell überhaupt zum Erfolg zu bringen und ab dann ständig in der Verbesserung zu halten, ist die innere Haltung des gesamten Teams und eine akkurate Methodik wichtig, um nicht alleine aus dem Bauch zu handeln. Nur so kann es gelingen “Lean” – also schlank – zu bleiben und nicht festgefahren Tausende von Euros in Sackgassen zu verbrennen.

Bausteine der Lean Startup Methodik

Die wichtigsten Teilbausteine bei einem Lean Startup sind:

• Start mit dem “kleinstmöglichen Umfang” (Minimum Viable Product)

Anstatt ein großes Pflichtenheft zu schreiben und monatelang auf die erste Betaversion hinzuarbeiten, versucht ein Lean-Startup eine erste Arbeitsthese aufzustellen, daraus einen ersten minimalen Produktumfang abzuleiten und diesen sofort zum Test zu veröffentlichen. Das funktioniert übrigens nicht nur Online, sondern auch mit Papier-Dummies oder mit minimalen echten Produkten.

Ständige Verbesserung (Continous Deployment)

Ein Code wird als immer unfertig angesehen und Verbesserungen SOFORT implementiert und getestet. Also die Abkehr von großen Releases, bei denen zunächst in der Entwicklung nichts passiert und dann auf einen Schlag viele Features auf einen Schlag in eine Plattform eingespeist werden.

• Ständige Tests

Im Buch stellt Eric Ries eine ganze Bandbreite von Testmethoden vor, um ständig auf breiter Basis zu lernen. Denn das Einstellen von vorläufigen Produkten macht nur Sinn, wenn die Lernerfahrungen präzise sind. Aus diesem Grunde ist er ein Verfechter von akuraten Testformen.

• Der Mut, alles umzuwerfen – die radikale Wende (Pivot)

Was ist, wenn trotz aller Tests und Verbesserungen nichts passiert? Der Kunde kauft das Produkt nicht. Dann hat man ein Problem. Und dann hilft nichts anderes, als auf der Straße zu wenden und in eine neue Richtung zu fahren. Diese Technik wird als “The Pivot” bezeichnet. Kein beliebter Schritt. Aber besser als in der falschen Richtung unterwegs zu sein.

Warum ist der Ansatz des Lean Startup so wichtig?

Eric Ries schaffte es zwei Dinge zueinander zu bringen, die vorher nicht so randscharf benannt worden waren: Die Sicht für technisch hochkomplexe Vorgänge UND die Problematik, dass Menschen Prozesse bewerten müssen. Denn die meisten Geschäftsideen scheitern nicht an der Möglichkeit, sondern daran, dass Teams oder Founder falsche Entscheidungen treffen. Aus dieser Problematik zeigt er einen praxiserprobten Weg.

Ist ein Lean Startup ein Smart Business Concept?

Nein. Nicht von Hause aus. Die Methodik des Lean Startups kommt aus der Welt der wirklich großen High-Tech Startups. Deswegen war es dort so revolutionär, “lean” zu werden. Sehr viele der Punkte der Lean Startup Methodik sind aber von direkter Bedeutung für ein Smart Business Concept.

 

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