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Wie ist die Balance zwischen global und local?

 

Teil 3 – Interview mit Toby Ruckert

Neuseeland gilt als das Land, in dem jemand am einfachsten sein Business starten kann.
Das war auch einer der Gründe, warum Du nach dort umgesiedelt bist. Ist es leichter, im Ausland eine Idee zu starten?

 

Toby, wenn Du von dort auf Deutschland schaust:
Was sind die Chancen eines deutschen Entrepreneurs?
Gibt es Dinge in Deutschland, die Du gerne nach Neuseeland kopieren würdest?

 

Es ist richtig, dass es sehr viel einfacher ist, in Neuseeland eine Firma zu starten. Allerdings ist es auch eines der Länder, wo die meisten gestarteten Firmen (ohne dabei gleich Verlust zu machen) oftmals nach einem Jahr wieder geschlossen werden.

Ich glaube, dass Deutsche Unternehmer einen gewissen „Biss“ haben an einer Sache dran zu bleiben, nicht so schnell aufzugeben und sich nicht zu schade sind, für eine Sache zu kämpfen. Aus formaler Sicht (Firmengründung, -verwaltung usw.) würde ich nichts von Deutschland nach Neuseeland kopieren, da muss Deutschland einfach im internationalen Vergleich aufholen. Das ist halt so!

Aber wenn es darum geht ein Durchhaltevermögen zu zeigen, dann würde ich mir davon mehr in Neuseeland wünschen, denn schließlich ist dies eines der drei wichtigsten Kriterien für einen Unternehmer um seinen Startup erfolgreich zu machen. (siehe http://www.inc.com/magazine/ und https://twitter.com/tobyruckert/)

 

Deine letzten Ideen sind internationale Ideen. Ein Tipp von Dir ist zum Beispiel, viel zu reisen und Impulse für Ideen in anderen Ländern zu bekommen. Begonnen hast Du aber am Anfang mit einer „deutschen“ Idee, viva-lite.com, dem Verkauf von Vollspektrum-Licht-Lampen über das Internet.

 

Was würdest Du einem deutschen Anfänger raten? In Deutschland eine regionale Idee für deutsches Publikum zu starten oder würdest Du jedem empfehlen gleich die Ländergrenzen zu überspringen und „global“ zu denken?

 

Ich glaube, dass wer viel reist, kann bestimmte (internationale) Trends leichter ausmachen, d.h. es ist einfacher einen bestimmten Zeitgeist mit seiner Idee zu treffen, wenn die Zeit gekommen ist. Darum würde ich jedem raten zu reisen, egal ob Erstunternehmer oder nicht. Einmal um die Welt – selbst wenn es nur 6 Wochen sind, ist gut investiertes Geld. Meiner Meinung nach deutlich besser als wenn man dieses Geld in seine erste Idee steckt, ohne diese Erfahrung gemacht zu haben. Zuviel darüber nachdenken sollte man allerdings auch nicht, sonst fängt man ja nie an.

Jede Idee ist doch im Grunde wie ein Samen, der bereits alles enthält, d.h. auch das Gesamtpotential was sich daraus entwickeln kann. Ein Samen braucht Sonnenlicht, Wasser und eine gute Betreuung, bis er sich zu einem Baum entwickelt, der irgendwann eigenständig Früchte trägt. Dennoch ist das gesamte Potential bereits in einem einzigen Samen enthalten. Mit Ideen ist dies nicht viel anders. Die Frage, die sich stellt, ist, wird dieser Samen (oder diese Idee) auch in einem anderen Boden und mit einem anderen Klima (d.h. Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft usw.) wachsen können und Früchte tragen, oder geht es „nur“ lokal?

Die Gefahr bei wirklich guten Ideen hierfür ist m.E. gering, denn wie mir ein weiser Mann, der die ganze Welt bereist hat, mal sagte: Menschen sind Menschen, d.h. auch deren Bedürfnisse sind im wesentlichen und langfristiger gesehen, ortsunabhängig.

In meinem Fall waren alle Ideen, schon immer und von Tag eins an, global. Gehandelt habe ich aber immer lokal, denn das ist da, wo ich mich am besten auskenne und die jeweilige Mentalität am besten verstehe, d.h. ich finde „Think global, act local“ am besten.

 

 

Toby Ruckert

viva-lite.com
unifiedinbox.com

In der nächsten Folge fragen wir Toby Ruckert, ob es eine gute Banlance zwischen kleiner Idee und großer Idee gibt.

 

 

 

Die anderen Teile des Interviews

Teil 1 des Interviews – Warum Balance so wichtig ist und wie man Anti-Balance-Fallen umgeht

Teil 2 des Interviews – Über Lieblings-Ideen und das Warum hinter einer Idee

Teil 4 des Interviews – Wie ist die Balance zwischen klein und groß

Teil 5 des Interviews – Was ist die richtige Balance zwischen Arbeit und Auszeit?

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