Du bist mehr als Du denkst
Kunden ändern sich gerade. Ausgelöst durch neue Möglichkeiten mit KI. Sie erwarten neue Dinge. Musst Du jetzt KI-Berater werden? Ja und Nein. Es geht eher darum, gezielt herauszufinden, wo Du Deine bisherigen Rolle aufstocken kannst.
Wie Du für Deine Kunden mehr sein kannst
In diesem Artikel geht es um:
• Flexible, erweiterbare Rollen
• Den Wandel Deiner Experten-Rolle
• 3-Punkte-Check, wo Du Dich ändern kannst
• Wie Du schrittweise mehr wirst
Du bist mehr als Du denkst
Digitale Rollen sind flexibel
Bei Smart Business Concepts arbeiten wir mit „modernen“ flexible Rollen:
- Maker
- Händler
- Experten
- Services
- Erlebnisse
Diese sehr schlichten Rollen haben vielen geholfen, sich selbst besser zu bestimmen und offener zu werden für neue Kombinationen. Schon hier kannst Du mehr sein, als Du manchmal denkst.
- Durch KI gehen wir in die nächste Stufe dieser flexiblen Rollen.
- Experten und Services sind gerade besonders im Wandel.
Daher konzentrieren wir uns heute auf die Frage:
Welche Änderung bringt Dich in Deiner Experten-Rolle weiter?
Die Experten-Konzepte sind stärker denn je
Zunächst einmal zur Frage, ob durch die KI eine der Rollen „ausstirbt“. Ausgerechnet die Experten stellen sich diese Frage immer wieder. Es gab mit dem ersten Aufkommen von ChatGPT 2022 eine Welle der Expertenangst. Wir bekamen Mails mit der Frage: „Braucht es mich als Expertin, Experten eigentlich noch, wenn KI kommt?“ Diese Frage tauchte in den letzten Jahren und Monaten dann immer wieder in anderer Gestalt auf.
Aber es war und ist die falsche Frage:
- 4 Jahre später (2026) ist KI ausgerollt
- Es gibt viele neue Experten
- In allen Bereichen brechen Dinge um
- Überall ist Neuorientierung gefragt
Die Zahl der Expertinnen und Experten sinkt nicht. Wir sehen wachsenden Bedarf.
Deine Kunden ändern sich
Was sich verändert sind die Kunden. Sie brauchen wegen der besseren Zugänglichkeit zu Wissen paradoxerweise mehr Orientierung und konkretere Weisungen.
Und das betrifft Dich.
Hattest Du bisher vielleicht einen klar begrenzten Bereich, kann es Dir jetzt passieren, häufiger auf neue Ebenen gezogen zu werden. Deine Kunden haben neue Fragen. Diese drehen sich häufig um KI und wie man damit umgeht. Es sind aber oft auch fundamentale und vermischte Fragen.
Das öffnet die Türen für neue Handlungen von Dir als Expertin oder Experte:
Du kannst aus bestimmten Ecken heraustreten und bewusst in eine andere Ecke gehen, an der gerade der Bedarf stärker ist. Häufig sind dort nicht nur Wissens-Aufgaben zu lösen, sondern es ist Begleitung, Entscheidung und Service mit dabei. Sei offen dafür.
Du bist mehr als Du denkst!
Du kannst mehr als Du denkst!
Klassische Experten-Rollen
Es fällt uns nicht immer einfach, diesen einen Schritt nach vorne oder zur Seite zu machen. Denn Deine Rolle bestimmt Deine Identität und damit auch den Horizont, was Du Dir zutraust. Anders gesagt: Wir bleiben gerne in einer alten, vertrauten Rolle.
Viele definieren sich weiterhin klassisch:
Fünf Beispiele
Ein Coach coacht:
Als Coach helfe ich Dir, Deinen eigenen Weg zu finden
Eine Trainerin trainiert:
Als Trainerin helfe ich Dir, die Fähigkeit X durch Anweisung und Einübung zu lernen
Ein Online-Kurs-Anbieter hat einen Kurs:
Auf meiner Website findest Du den 5-Schritte-Kurs, der Dir zeigt wie X geht
Eine Beraterin berät:
Als Beraterin kläre ich Aufgaben für Sie in Beratungsprojekten
Ein Dienstleister (wir nennen es Service) übernimmt einen Job:
Beauftragen Sie mich heute und ich liefere das Ergebnis in X Tagen.
Etc.
Halte die Experten-Rolle offen
Die Rollenbeschreibungen oben sind nicht falsch. Aber Du kannst mehr.
Im solagilen® Mindset hälst Du Dir Deine Rolle bewusst flexibel.
Smarte Konzepte sind offen.
Was eine Beratung ist und wie ein Coaching abläuft, das bestimmst Du. Dies ist eine Frage des Produkt-Designs. Sperre Dich also nicht zu sehr in einer dieser Rollen ein. Damit Du Dich nicht darauf fixierst, „ein Berater“ oder „ein Coach“ zu sein, hilft es innerlich mit der flexibleren Rolle zu arbeiten:
Ich bin Expertin / Experte für den offenen Bedarf meiner Kunden.
Diese offene Sicht gibt Dir die Freiheit, auf Deiner Produkt-Treppe® zu mischen und zu reagieren. Du kannst ein Produkt anbieten, in dem Wissen vermittelt, dann gecoacht und dann etwas gemeinsam trainiert wird. Und wenn KI neu dazu kommt: Du kannst dafür offen sein und es schrittweise integrieren.
Änderungen bei den Smarten Experten
Die meisten smarten Selbstständigen, die wir heute betreuen und die erfolgreich sind, haben nicht nur eine Rolle oder nur ein Produkt. Sie bieten:
- strukturierte Beratung
- gemischte Programme
- Service mit Coaching
- blended Learning
- etc.
Oft ergänzen Experten ihre Aufstellung in unserer Intensivgruppe und Meisterklasse. So hat in einer der letzten Gruppe ein 100% Speaker (das ist selten) sein Konzept um eine Programm-Flanke ergänzt. Weil der Bedarf da ist, nicht nur einen Impuls zu bekommen, sondern dann tiefer zu gehen. Oder ein Therapeut positioniert sich z.B. neu als Coach, weil er nicht mehr so stark therapieren möchte. Dafür baut er neue Produkte auf.
Dieses Spiel der Änderung der eigenen Rolle (und Positionierung) wird durch KI jetzt noch einmal weiter verstärkt.
Dein Rollen-Veränderungs-Check
Du bist mehr als Du denkst!
Der 3-Punkte-Check, hilft Dir, Deine Rolle gezielt anzupassen.
Wir nehmen jetzt bewusst die Ebene „Einsatz von KI“ als Filter.
Unterscheiden wir in:
- KI-Eigen-Nutzer
- KI-für-Kunden-Einsetzer
- KI-Ermächtiger
Diese drei Ebenen nutzt Du nun, um Deine Rollen-Änderung zu prüfen.
KI-Eigen-Nutzer
KI-Eigen-Nutzer wird in Zukunft jeder sein, weil in fast jeder Software irgendwo KI verbaut wird. Das ist Deine interne Eigenorganisation. Du wirst das spätestens wenn Du eine Frage an eine KI stellst. Es fängt bei der Recherche an und hörte bei KI-Assistenten nicht auf. Das ganze Thema Automation hängt mit daran.
Hier merkt der Kunde von Deiner KI-Nutzung zunächst nichts direkt. Die Auswirkung ist indirekt: Du bist aufgeräumter, präziser, gewinnst Zeit. Wir sagen das mit Vorsicht: Du bist nicht sofort mit KI aufgeräumter, präziser und effizienter. Auch hier gilt: Gehe schrittweise vor. Sprich nicht von „der KI“, sondern hole Dir einzelne Use-Cases. Also einzelne Vorgänge, die Dich entlasten. Implementiere einen nach dem anderen. So wie Du das kannst.
KI-für-Kunden-Einsetzer
KI-für-Kunden-Einsetzer wirst Du, wenn Du KI für Deine Kunden so einsetzt, dass für die Kunden eine bessere Lösung entsteht. Und der Kunde das auch merkt. Hier sind Service-Konzepte gerade stark im Umbruch.
Einfaches Beispiel: Du bist Designer (also ein Service-Konzept).
Bisher hast Du die Logos 100% per Hand gebaut. Nun verfeinerst Du Deinen Arbeitsprozess und ein Teil der Entwurfsarbeit wird von KI vorbereitet und übernommen. Du kannst z.B. viel mehr Farben und Formen durchspielen und gezielter Entwürfe vorlegen. Aber Du bleibst der Designer und Dein Gestaltungs-Gefühl beeinflusst den gesamten Prozess.
Ähnliches passiert bei den Experten: Sie bereiten Lösungswege via KI vor und spielen Ergebnisse gezielter an die Kunden aus. Im Coaching kannst Du z.B. bessere Zusammenfassungen als vorher erstellen und ausliefern etc.
Hier merkt der Kunde, dass bei ihm mehr ankommt.
KI-Ermächtiger
Die dritte Veränderungs-Schicht ist für alle Experten doppelt interessant. Sie entspricht dem Begleiter.
Der Kunde steht vor der Aufgabe, KI einzuführen. Dann trittst Du als KI-Ermächtiger an seine Seite. Du baust also an seinem KI-System mit. Hier wird es oft eine Mischrolle sein: Es wird von Wissensvermittlung, über Klärung bis hin zu Zulieferung, Austesten und Implementieren gehen.
Du in der Ermächtigung nicht immer genau sagen, wo Du Berater, Educator, Coach, Trainer, Service bist. Behalte das Ziel im Auge: Dein Kunde soll am Ende kompetent sein, es selbst zu tun. Das sieht von Branche zu Branche anders aus. Und diese Vielfalt der Branchen ist Deine Chance.
Die KI-Ermächtigung ist kein rein technischer Vorgang:
- Oft fehlt die Grundordnung in der eigenen Tätigkeit.
- Ohne dies fehlt ein stabiles Muster.
- Oft wird nicht entschieden und liegen gelassen.
Das ist ein Grund, warum wir bei der Begleitung von Geschäftskonzepten mit der Produkt-Treppe® und mit Smart Business Control so stark auf Planbarkeit und Struktur setzen. Dabei kann es auch psychologische Themen geben: Sorgen, Übererwartungen, Motivation, Blockaden. Also typische Coaching-Themen.
Dein Rollen-Veränderungs-Check
Wo willst Du wie stark mit in die KI-Veränderung gehen?
Die 3 Fragen beim Rollen-Check sind:
Kannst Du KI-Eigen-Nutzer sein?
Dich also selbst besser organisieren.
Kannst Du KI-für-Kunden-Einsetzer sein?
Also für Kunden eine bessere Lösungen ausgeben?
Kannst Du KI-Ermächtiger sein?
Also andere in der Nutzung von KI begleiten?
Spielen wir das einmal an 2 Fällen durch:
Starten wir bei einem Berater im technischen Bereich.
Hier spielt KI schnell Stärken aus. Gerade in der Konstruktion / Design.
Du bist Elektro-Technik-Berater und spezialisiert auf bestimmte Schaltungen.
Dann wäre der Check so:
Kannst Du KI-Eigen-Nutzer sein?
Dich also selbst besser organisieren.
Antwort: Ja. Bestimmt.
Kannst Du KI-für-Kunden-Einsetzer sein?
Also Lösungen via KI generieren für Elektro-Betriebe, die von Dir bessere Schaltpläne wünschen?
Ja definitiv. Schaltpläne können mit KI geplant und geprüft werden. Du kannst mehr Varianten durchspielen und damit bessere Planungen erzeugen.
Kannst Du KI-Ermächtiger sein?
Also einem Elektrofachbetrieb zeigen, wie sie selbst Schaltungen mit KI verbessern?
Ja, das geht auch. Elektrobetriebe können mit KI bessere, schnellere und fehlerärmere Elektroschaltpläne erstellen. Der Hebel ist klug integrierte Assistenz in Planung, Prüfung und Dokumentation. Du kannst dieses Wissen vermitteln. Wichtig: Das geht nicht nur bei Siemens, sondern bereits in kleinen Betrieben.
Du hast also auf allen drei Ebenen Ansatzupunkte für Deine Veränderung.
Beim zweiten Fall denken viele nicht sofort an KI: Psychologie.
Du bist Trauma-Psychologe und therapierst bei Angststörungen.
Dann wäre der Check so:
Kannst Du KI-Nutzer sein?
Dich also selbst besser organisieren.
Antwort: Ja, kannst Du.
Kannst Du KI-für-Kunden-Einsetzer sein?
Also für die Klienten in Deiner Therapie. Und bessere Lösungen ausgeben?
Viele Psychologen werden reflexartig sagen: Nein.
Richtig ist, dass KI keine Therapie übernehmen sollte. Das ist nicht ihr Job. Dieser Kernbereich von Dir bleibt bei Dir. Aber in vielen Bereichen um diese Core-Function „Therapie“ kann Material, Mitschriften und anderes schneller erstellt werden. Im Coaching ist das bereits auf dem Vormarsch. Auch in der Therapie wird es bereits getan. Du kannst also das Kernangebot von Dir erweitern.
Kannst Du KI-Ermächtiger sein?
Also Deinem Klienten zeigen, wie er sich selbst mit KI therapiert?
Wohl kaum. Siehe oben. Therapie ist nicht Aufgabe der KI.
Aber angenommen, der Umgang mit Chatbots und Social Media wäre ein Teil des Problems (angstverstärkend), dann könnte es eine Aufgabe sein, Deinem Klienten zu zeigen, wie er mit KI umgeht, damit die Störungen nicht größer, sondern kleiner werden.
In diesem Beispiel sind die Veränderungwege anders. Aber auch hier sind neue Möglichkeiten vorhanden.
Die beiden Fällen sollen Dir zeigen, wie Du konkret klärst, was Du ändern möchtest.
- Frage, was Deine Kunden brauchen.
- Frage, was Du leisten möchtest.
- Frage, auf welcher Ebene Du wie viel investierst.
Herauskommen kann ein modifiziertes Angebot mit einer Mischrolle:
- Du Vermittelst auf der einen Seite Wissen
- Berätst, coachst, begleitest, wie dieses angewandt wird
- Und ertüchtigst dabei gleichzeitig den Kunden, selbst im Prozess kompetent zu werden
Das unterscheidet das Vorgehen von einer klassischen Beratung, Coaching oder Training etc.
Wenn Du so beginnst, KI nicht nur für Dich zu nutzen, sondern auch in das Angebot für Deine Kunden einzubinden, hat dies Auswirkungen auf Deine Produkte, Deine Positionierung, Deinen Content. Das ist der Grund, warum wir im Profi-Expert-Paket über alle diese Punkte sprechen.
Fazit
Gehe schrittweise vor
Die Veränderungen sind da und kommen. Habe den Mut, die Veränderung in Deinem Experten-Bereich aktiv mitzugestalten. Du bist mehr, als Du denkst! Und Du kannst mehr als Du denkst!
Naturgemäß durchläufst Du in der beschriebenen Veränderung einen Dreischritt:.
Du startest in der KI-Eigen-Nutzung. Und sammelst Erfahrungen.
Du setzt KI für Kunden in bestimmten Produkten ein. Und sammelst dort wieder Erfahrungen
Mit diesem Erfahrungswissen kannst Du Kunden speziell in Deinem Fachbereich zur Seite gehen und sie ermächtigen, selbst diesen Weg zu gehen.
Dieser Dreischritt wird nicht aufhören, da die Entwicklung die nächsten Jahre hier stark bleiben wird. Die Faustformel lautet: Je stärker Deine Kunden in dem Prozess der Veränderung stecken, um so stärker solltest Du als Expertin oder Experte ebenfalls investieren, um Deinen Kunden einen Schritt voraus zu sein. Das ist naturgemäß in technischen Bereichen stärker. Arbeitest Du stark in therapeutischen und körpernahen Bereichen, wirst Du nicht sofort Deinen Prozess gravierend ändern. Aber auch da schaue hin, was andere in Deinem Sektor tun.
So oder so machen wir Dir Mut, Deine Rolle stückweise zu erweitern und die eigene Identität etwas aufzustocken.
Bu bist mehr als Du denkst!
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