Der 1 Rat, den wir geben würden
In diesem Monat feiern wir Jubiläum: 15 Jahre Smart Business Concepts. Natürlich haben wir im Rückblick überlegt, was dazu beigetragen hat, nach vorne zu kommen. Ein Faktor können wir eindeutig benennen: Wir hatten vom Start weg ein eindeutiges Thema und eine klare Positionierung.
Deswegen einige Tipps, wie Du Dich in Zukunft besser positionieren kannst.
In diesem Artikel geht es um:
• Was trägt in Zukunft?
• Warum Deine Positionierung zentral wichtig ist
• Wie Du Dein Kompetenz-Feld besser absteckst
• Warum das nichts mit einer Nische zu tun hat
• Vier Schritte, wie Du Dich professionell positionierst
Positionier Dich
15 Jahre – was wäre der eine zentrale Rat?
Wenn wir unsere 15 Jahre bei Smart Business Concepts zurückblicken und Dir nur einen einzigen Rat geben dürften, was wäre das? Was ist der Punkt, der in unseren Augen Dir am meisten hilft, ein starkes, schlankes, smartes Business zu bauen? Und von welcher Sache glauben wir, dass sie auch noch in Zukunft trägt.
Der Rat wäre:
Positioniere Dich klar mit einem zentralen Thema.
Erfolgsfaktor Positionierung
Wenn Du heute im Business unterwegs bist, kommt es auf wenige Dinge an:
• Verstehen Deine Kunden, was Du anbietest?
• Wollen sie Dein Angebot?
• Kaufen sie Deine Produkte?
Hinter all dem steckt die Frage nach Deiner Positionierung und der Klarheit Deines Themas.
Wir gingen klar in den Markt
Als wir 2011 begannen, über smarte Geschäftskonzepte zu schreiben und Workshops zu geben, da wussten wir, was wir wollten:
Andere ermutigen, ihre Selbstständigkeit smarter und digitaler aufzubauen.
Wir konnten von Anfang an klar benennen, worum es ging: Smarte Geschäftskonzepte. Und wir waren eindeutig. Der Name des Programmes und die Angebote in den folgenden Jahren standen dafür.
Würdest Du fragen: Worum geht es bei Smart Business Concepts, könnte man viel nennen. Wir sind Spezialisten für Geschäftsmodelle für Solopreneure und smarte kleine Teams. Speziell die smarten Experten aller Art haben es uns angetan. Natürlich geht es dabei um Produkte, um Marketing, um (smarte) Technik und viele andere Details. Dir würde vielleicht der Begriff „Solopreneur“ einfallen, den wir nach Deutschland gebracht haben. Und natürlich würden wir die Produkt-Treppe® nennen, die Dir als Werkzeug hilft, den Überblick zu behalten.
Doch im Kern geht es bei uns nicht um einzelne Werkzeuge, Begriffe oder Methoden, sondern immer um das zentrale Thema:
- Wie wird Dein Geschäftskonzept besser, smarter?
- In allem, was wir tun, ist immer klar:
- Es geht um Dein smartes Konzept.
- Punkt.
Kannst Du das bei Dir auch so eindeutig sagen?
Sich festzulegen, scheint logisch zu sein. Sich eindeutig positionieren, das klingt einfach – in der Praxis ist es jedoch schwer. Vor allem, wenn man über die Zukunft nachdenkt: Was kommt da alles noch? Habe ich eine Chance im KI-Umbruch und einer Zeit, in der an vielen Stellen Dinge sich schnell ändern?
Leicht gerät man aus dem Tritt. In der Begleitung anderer Geschäftskonzepte haben wir immer wieder gesehen, dass es vielen nicht leicht fällt, eindeutig zu werden und an die eigene Zukunft zu glauben.
- Wie breit oder spitz soll ich sein?
- Wie aktuell oder zeitlos?
- Wie geschmacklich schrill oder eher seriös?
- Wie viel KI muss dabei sein?
- Was bringt bei mir den Erfolg?
Daher einige Punkte, die Dir helfen, Deine Positionierung besser zu fassen.
1. Fange bei Deinem zentralen Thema an
Was ist Dein Thema?
Hast Du Dein Thema? Die meiste Auswirkung auf den Erfolg in Deinem Business hat die Frage, ob Du Dein zentrales Thema gefunden hast und dieses in eine klare Positionierung fasst.
Investiere also genug Zeit, Dein zentrales Thema zu verstehen.
• Kenne Dein Kern-Thema gründlich.
• Wenn Du es nicht hast: Finde es!
• Sei dort sattelfest.
Nicht von ungefähr startet unsere Intensivgruppe immer mit dieser einfachen Frage. Und gerade auch gestandenen Selbstständigen fällt es oft schwer, dies zu benennen. Natürlich tun sie etwas professionell. Aber das Thema dahinter?
Wir kennen viele Geschichten vom Finden
Du kannst Dein zentrales Thema finden und über die Jahre immer weiter ausbauen. Wir haben oft erlebt, wie nach intensiver Vorarbeit plötzlich sichtbar wird, wofür man wirklich stehen möchte. Oft ist dies mit einer neuen, klaren Energie verbunden.
Wir kennen viele Geschichten des Suchens
Aber wir kennen auch die Geschichten der Suche davor. Dass Du Dir oft selbst auf den Füßen stehst und mehrere Sachen hin und herschiebst, ohne dass Du damit rund wirst. Viele, die wir begleiten, haben nicht nur eine Idee, sondern viele. Beim Thema kann es sein, dass Du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst. Hier helfen wir Dir gerne, Deinen Klärungsprozess abzukürzen.
Daher ist der erste Schritt unseres goldenen Rates:
- Bleib an Deinem zentralen Thema dran.
- Erarbeite es, begründe es, teste es.
- Dein Thema muss zur aktuellen Situation passen und tragen.
2. Suche Dein Kompetenz-Feld
Es gibt diverse Tipps, wie Du Dein Thema findest. Zwei gängige sind:
- Orientiere Dich am Bedarf der Kunden
- Suche Dir eine Nische
Diese beiden Tipps, halten wir für zu kurz gegriffen. Daher sind sie in unseren Augen kein goldener Rat.
Die reine Kundenorientierung (marktorientierte Weg)
Hier wird gesagt: Kenne den Schmerz Deines Kunden (Pains). Du stellst dann Lösungen (Gains) dagegen. Je stärker der Pain, umso eher bekommst Du Dein Angebot verkauft. Wir sagen nicht, das Kundenorientierung falsch ist.
- Deine Lösung muss Deinen Kunden wirklich helfen.
- Dazu musst Du etwas über Deine Kunden wissen und mit ihnen in Kontakt sein.
Aber was ist, wenn Du den Schmerz eines Kunden kennst, aber Du dort keine Kompetenz hast?
Die Nischen-Positionierung (finde eine Nische)
Der zweite Rat, bei dem wir vorsichtig sind, lautet:
Finde Deine Nische und Du wirst Erfolg haben.
Wir mögen das Wort „Nische“ immer weniger. Das erzeugte Bild: In einer Nische bist Du nicht im harten Wettbewerb. Also nicht dort wo der eigentliche Wind weht (die Mainstream-Angebote). So wie ein Baum sich in einer Nische in einer Wand halten kann, ziehst Du Dich quasi in eine kleine Spalte des Marktes zurück.
Das ist in unseren Augen keine selbstbewusste Haltung.
- Als wir starteten, haben wir KEINE Nische gesucht.
- Wir haben uns in unserem Kompetenz-Feld positioniert.
Dass wir damals die Ersten waren, die konsequent in Deutschland auf Solopreneurship setzten: Das war eine Positionierung, die sich aus einer Kompetenz ergab. Nenne es aber bitte nicht Nische. Da wollen wir nicht rein.
Suche Dein Kompetenz-Feld
Unser Rat:
- Suche nicht um jeden Preis den Schmerz eines Kunden.
- Suche auch keinen „Nischen-Fleck“, auf dem noch niemand ist.
- Suche Deine Kompetenz!
Es kann sein, dass Du kompetent bist, bei einem Schmerz (Engpass, dringenden Bedarf) eine Lösung zu bringen. Dann ist das gut. Und es kann durchaus sein, dass Du in einem Bereich Deine Kompetenz hast, wo nicht so viel andere unterwegs sind. Dann ist das auch in Ordnung. Aber die Leitwährung ist Deine Kompetenz. Und die kann auch in ganz anderen Bereichen liegen.
Frage Dich also:
- Was ist Deine Kompetenz?
- Wo hast Du etwas zu geben?
- Wo hast Du etwas zu sagen?
- Wo erkennen Kunden Deinen Stil und Deine Führung an?
- Was ist nicht Dein Thema (nicht Deine Kompetenz)?
Kannst Du wachsen und Deine Kompetenz erweitern? Aber klar. Daher ist Dein Kompetenz-Feld nicht festgeschrieben. Du erweiterst das nach Bedarf. Fange aber bei dem an, was Du heute bereits hast.
3. Der zu Deiner Kompetenz passende Bedarf
Der dritte Schritt ist kundenorientiert
Hast Du Dein zentrales Thema und darin Deine Kompetenz gefunden, dann überlege, wo Kunden Deine Kompetenz brauchen. Ein Fehler wäre zu sagen: Ich kann etwas und weiß, wie es ginge und weil ich recht habe, müssen die anderen mich bezahlen. So funktioniert freie Marktwirtschaft nicht.
Kunden bezahlen für eine Sache, die sie überzeugt, die sie weiterbringt, die ein Problem löst, die gemacht werden muss.
Es geht also schon um die Wünsche, Schmerzen und Wirklichkeit Deines Kunden. Stelle diese Frage nach dem Bedarf aber auf dem Hintergrund Deiner Kompetenz. Mehr als einmal haben wir beobachtet, dass mit einem Thema gegründet wurde, in denen nur halbe Kompetenz vorlag. Dabei hatte die Person starke Kompetenzen an anderer Stelle. Es nützt Dir auch nicht, wenn Du innovativ ganz weit vorne bist, aber die Kunden sich nicht darauf einlassen.
Die Frage ist also:
- Welcher Kundenbedarf besteht in Deinem Kompetenz-Feld?
- Wofür sind Kunden bereit, zu zahlen?
- Was kannst Du bei einem Bedarf lösen und geben?
4. Forme ein konkretes, starkes Produkt
Product First!
Fange nicht beim Produkt an, aber das Produkt ist das Erste, was Du konkret anbietest. Du positionierst Dich nicht über Emotion, starke Sprüche, eine Brand.
Du positionierst Dich über Deine Produkte.
Hast Du Dein Thema, Dein Kompetenz-Feld und den dazu passenden Bedarf Deiner Kunden, dann ist die Zeit gekommen, Deine Angebot zu positionieren. Der beste Weg dazu ist: Werde konkret.
- Konzipiere starke, gute Produkte.
- Platziere (positioniere) diese geschickt.
- Denke dabei strategisch (Produkt-Treppe®).
- Investiere genug in das Marketing.
Hierzu findest Du in unseren Programm viele Werkzeuge, die Dir helfen, Dein Produkt eindeutig und stark zu machen. Unsere Positionierung hat uns getragen, aber die Produkte waren es, die sich verkauft haben.
Und nicht zuletzt: Deine Identität
Warum hast Du Erfolg?
Wenn Du etwas tust, was Du tun willst, das zugleich Deine Kunden wollen.
Wir nennen das einen Double Product Fit: Es passt für die Kunden, es passt für Dich. Das funktioniert, wenn Du Dich in Deiner Kompetenz positionierst und nicht in einem Wunschfeld. Wir haben dieses Kompetenz-Feld für uns gefunden und sind 15 Jahre darin unterwegs.
Aber wie haben wir es damals gefunden?
Hier ist der Tipp: Gehe in Deine Identität. Wir waren an einem Punkt in unserer professionellen Karriere angekommen, in der sich aus allen Vorerfahrungen und Tätigkeiten ein Themen-Feld zeigte, in dem wir tätig sein wollten. Die alte Identität war nicht mehr passend, wir gingen einen Schritt weiter: In eine neue, gewachsene Kompetenz und in eine neue Stärke von uns.
Achte daher auf Deine Identität.
Ein Kompetenz-Feld stärkt Deine Identität: Du definierst Dich dort über Fähigkeiten, Selbstwirksamkeit, Stärke, Authentizität. All das sind tragende Motoren in einer Zeit, in der digitale Technik diese Dinge nicht bringen kann:
Sei eine authentische Kompetenz-Persönlichkeit, die anderen passende Lösungen bringt.
Fazit
Wenn Du uns fragst: Was hat uns die letzten 15 Jahre getragen, dann ist unsere Antwort: Unsere klare und passende Positionierung, die auf einer gewachsenen Kompetenz beruhte und die gelebt werde wollte (neue Identität). Das eine oder andere Produkt von uns hatte eine Halbwertzeit und blieb nicht die ganze Zeit im (digitalen) Regal. Details und Inhalte haben sich gewandelt, ebenso die Technik (und sie wandelt sich schnell weiter).
Was aber geblieben ist:
- Unsere Positionierung
- mit einem klaren Thema
- das auf unserem Kompetenz-Feld beruht.
Daher ist die Reihenfolge, die wir auf dem Weg zu einer eindeutigen Positionierung empfehlen: Thema, Kompetenz-Feld, Kunden-Bedarf, konkretes Produkt. Der Kunden-Bedarf und das konkrete Produkt kann sich bei einem 15-Jahres-Zeitraum ändern. Dein Kompetenz-Feld bleibt bestehen und wächst mit der Zeit und der Erfahrung.
Wir wünschen Dir auch mindestens 15 gut positionierte Jahre in Deinem Kompetenz-Feld.
