Nebenberuflich selbstständig machen: Drei Situationen, in denen das viel Sinn ergibt
Dieser Artikel ist nicht geschrieben für Nebeneinkünfte im Sinne eines Taschengeldes. Sondern wir schreiben für Dich als Profi, die oder der überlegt, wie eine nebenberufliche Tätigkeit Dein Leben positiv verändert.
- Entweder als permanentes Side-Business.
- Oder als Übergang in eine neue Lebensphase.
In unseren Augen gibt es drei Situationen, in denen die nebenberufliche Selbstständigkeit eine richtig gute Option ist:
Erstens: Wenn Du die Sicherheit der parallelen Anstellung schätzt.
Zweitens: Wenn Du eine volle Selbstständigkeit vorbereitest.
Drittens: Wenn Du besser in den Ruhestand kommen möchtest.
Was ist Dein Motiv, Dich nebenberuflich selbstständig zu machen?
Probierst Du es einfach nur aus oder hast Du bereits ein Ziel?
- Du bist Profi mit einer längeren Laufbahn.
- Du hast ein ausgewiesenes Kompetenz-Feld.
- Oder eine Passion, die Dich schon lange beschäftigt.
Du weißt, was Du kannst, und spielst mit dem Gedanken, noch etwas zu machen. Aber aus verschiedenen Gründen bietet es sich nicht an, sofort zu kündigen und in die volle Selbstständigkeit zu gehen.
Du könntest einfach eine Nebentätigkeit anmelden und schauen, wohin das trägt. Quasi wie ein Experiment. Das ist denkbar. In unseren Augen ist es aber hilfreich, zu identifizieren, warum Du das machen willst, und dann entsprechend taktisch vorzugehen.
- Zwei taktische Situationen, in denen Du Dich nebenberuflich selbstständig machst, um eigentlich noch einen Schritt weiterzugehen.
- Und eine Situation, bei der Du das nicht anstrebst.
Fangen wir mit der Letzteren an.
1. Dein Side Business als permanente Lösung
Du willst Deine Anstellung behalten und gekonnt nebenberuflich ein eigenes Side-Business aufbauen
Nehmen wir an, da gibt es ein Thema, das in Deiner Firma keine große Rolle spielt, Dich selbst aber stark interessiert. Darüber hinaus schätzt Du aber Deinen Job. Weil er gut ist, weil er Dir Sicherheit gibt und weil Du gerne mit den Kollegen arbeitest.
- Dann musst Du nicht vollständig selbstständig machen.
- Erwecke dieses Thema nebenberuflich zum Leben.
- Dazu musst Du Deine Festanstellung nicht aufgeben.
- Das funktioniert oft viel besser als Du denkst.
Der zusätzliche Verdienst ist dabei nicht immer der Grund Nr. 1. Hier ist das Hauptmotiv meist: Mehr Themen in seinem Leben zu bewegen.
Ein Side-Business geht. Aber soll es nicht nur ein Hobby sein, dann gelten gerade im Nebenerwerb alle Regeln eines Smart Business Concept – vielleicht sogar noch strenger als sonst.
Du hast weniger Zeit als ein Vollprofi. Und weniger Zeit bedeutet: Du kannst Dir kein unklares Geschäftskonzept leisten.
Gerade in der dauerhaften Nebentätigkeit achte auf:
- Ein klar definiertes Kompetenz-Feld – nicht viele Themen, sondern nur eines
- Reduzierte Produkte – lieber ein starkes Angebot als viele schwache
- Klare Grenzen – wann Du arbeitest, wie viel Du annimmst, was Du ablehnst
- Ein Geschäftsmodell, das zu Deiner verfügbaren Zeit passt
Daher unser Rat:
Reduziere Dein Geschäftsmodell gezielt. Überlege, was Du willst. Damit Dein Side-Business über Jahre hinweg befriedigend ist und nicht nur ein zusätzliches zweites Standbein.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Ein Mann aus einer unserer Intensivgruppen, war zum Start der Gruppe bereits seit vier Jahren im Nebenberuf selbstständig. Seine professionellen Skills aus seinem Hauptberuf nutzt er, um in einer Nebentätigkeit andere Profis an ihrem Arbeitsplatz fit zu machen. Sein Arbeitgeber weiß davon. Alles ist in Ordnung und es läuft bereits gut. Er hatte vor der Gruppe bereits entschieden: Vollzeit wird er das nicht machen. Denn dafür liegt ihm sein Hauptberuf zu sehr inklusive der Sicherheit durch die feste Arbeitsstelle. Trotzdem will er auch in seiner Neben-Selbstständigkeit professioneller aufgestellt sein. Ihm geht es um Positionierung und darum, mit den richtigen Kunden zu arbeiten.
Wenn Du so etwas willst:
Siehe Dir die Geschäftskonzepte von smarten Experten, Services, Makern, Erlebnissen und Händlern an. Wo ist dort das Modell, das Dir liegen würde?
Im diesem ersten Fall, willst Du also in Deiner alten Firma bleiben. Meist ist der Grund: Du hast Spaß an Deiner Hauptarbeit und möchtest die Kontakte und Erlebnisse dort nicht missen. Außerdem schätzt Du es, in dieser Stellung in der Nebentätigkeit wenig Druck zu haben.
Gerne begleiten wir Dich in Deinem Side Business (zum Beispiel in einer unserer Intensivgruppen).
2. Deine Nebentätigkeit als Sprungbrett
Du bereitest Deine Selbstständigkeit taktisch geschickt vor
Was bei uns häufig passiert: Du möchtest eigentlich aus der jetzigen Anstellung heraus. Weil dort die Konditionen und Arbeitsbedingungen nicht mehr stimmen. Du hast schon länger überlegt, ob Selbstständigkeit etwas für Dich ist. Auf eigenen Beinen zu stehen: Das ist für Dich attraktiv. Aber Du bist Dir noch nicht ganz sicher, ob jetzt schon die Zeit dafür reif ist.
Dann ist der nebenberufliche Einstieg in die Selbstständigkeit ein wirklich eleganter Weg.
Die Nebenberuflichkeit als Brücke zu etwas Neuem zu nutzen, liegt im Trend. In Deutschland wird oft so getan, als ob Selbstständigkeit ein Schalter ist, den man umlegt: Du meldest Deine Tätigkeit an und dann läuft der Laden.
Dem ist selten so.
Aus unserer Erfahrung mit vielen Gründerinnen und Gründern wissen wir: Es braucht in der Regel ein bis drei Jahre, bis Du von einer Selbstständigkeit wirklich leben kannst. Es braucht seine Zeit, bis ein Kundenstamm aufgebaut ist. Daher ist die übereilte Kündigung einer Anstellung selten ein taktisch kluger Schritt. Du bist dann zwar Existenzgründer mit der einen oder anderen Förderungsmöglichkeit. Aber Du stehst auch sofort unter starkem Leistungsdruck.
Zu schnell ist daher nicht unser Favorit.
Eine nebenberufliche Gründung ist in unseren Augen oft die perfekte Vorphase vor Deiner eigentlichen Selbstständigkeit. Denn je mehr Du konzeptionell und praktisch vorbereitest, desto besser startest Du dann, wenn Du wirklich in den Vollerwerb gehst.
Deine Nebenberuflichkeit schafft einen geschützten Raum, in dem Du bereits praktisch draußen bist.
Unser Tipp:
Wenn Du noch unsicher bist, verlängere so die Anfahrtsrampe in Deine Selbstständigkeit.
Halb zu starten ist der Trick – wenn Du konsequent vorgehst
Aber wenn Du diesen Weg dann gehst, gehe ihn konsequent. Denn häufig verhältst Du Dich dann doch nicht so, als wenn Du etwas aufbauen willst.
Wenn Du Dich nebenberuflich selbstständig machst, um Dich vorzubereiten, hast Du gegenüber dem Sofortgründer einen strukturellen Vorteil:
- Du kannst Fehler machen, ohne dass sie existenziell werden.
- Du verbleibst zunächst im sozialen Sicherungssystem.
Du kannst in dieser Zeit:
- Herausfinden, ob Dein Thema wirklich trägt
- Die parallele Sicherheit des Angestelltenverhältnis nutzen
- Dein Geschäftsmodell in Ruhe entwickeln, ohne finanziellen Druck
- Erste Kunden gewinnen und Dein Angebot testen
Die Hauptmotivation, so vorzugehen: Dein finanzielles Risiko zu minimieren. Denn Du kannst immer langsamer oder schneller vorankommen. Bist Du schon „richtig draußen“ sind Deine Rücklagen der einzige Puffer, wenn es etwas langsamer als geplant geht. Im Nebenerwerb bleibst Du dagegen einfach noch etwas länger in der Anstellung.
Spielen wir das einmal durch:
Du bist Projektmanagerin in einem Konzern. Du weißt, dass Du in zwei Jahren in die Selbstständigkeit willst. Wenn Du heute anfängst – nebenberuflich mit einem klaren Konzept – dann hast Du in zwei Jahren bereits erste Referenzen, ein erprobtes Angebot und ein Netzwerk, das Dich kennt. Das ist ein anderer Start als der kalte Sprung ins Wasser.
Musst Du das Deinem Arbeitgeber sagen?
Nicht sofort. Denn vor dem eigentlichen nebenberuflichen Selbstständigmachen steht ja die Vorbereitung. Viele Vorbereitungen schlingen Zeit, führen aber noch zu keiner geschäftlichen Tätigkeit und Sichtbarkeit nach außen. In dieser „U-Boot-Phase“ musst Du niemandem etwas von Deinen Plänen sagen. Wir haben regelmäßig Teilnehmer in unseren Intensivgruppen, die aus namhaften Firmen kommen, und bei denen Verschwiegenheit angesagt ist, weil sie im Stealth-Mode sind.
Wenn Du öffentlich in den Markt eintrittst, solltest Du das voher mit Deinem Chef klären. Firmen sind unterschiedlich gut auf Nebentätigkeit zu sprechen.
Aber gehe doch einen Dreischritt:
- Konzeptionelle Klärung des Geschäftsmodells (noch nicht öffentlich)
- Dann Nebentätigkeit offiziell starten
- Wenn es läuft: Der eigentliche Sprung in die Selbstständigkeit
3. Deine Nebentätigkeit als gelungener Übergang
Du bereitest Deinen Ausstieg aus der aktiven Berufsphase vor
Die dritte Option ist ebenfalls charmant und haben wir auch bereits begleitet. Diese kommt in jüngeren Jahren noch nicht in Frage. Dafür ist sie besonders attraktiv, wenn Du am Ende Deiner Berufslaufbahn stehst.
Du nutzt eine nebenberufliche Tätigkeit, um einen früheren Sprung aus Deiner Arbeitsstelle vorzubereiten.
Überall wird gesagt, jeder müsse jetzt etwas länger arbeiten.
Länger zu arbeiten findest Du vielleicht schon gut, aber nicht das zu müssen. Und nicht in der Organisation, in der Du gerade angestellt bist. Dort würdest Du lieber etwas früher aufhören. Das würde bei Dir finanziell aber eine zu große Lücke reißen.
Wie gehst Du jetzt damit um?
Möglichkeit 1 – Du bleibst doch in der alten Anstellung mit allen Nachteilen.
Möglichkeit 2 – Du hörst früher auf. Bereitest das aber gekonnt vor.
Hier ein Fall, den wir selbst begleitet haben:
Klaus M. (Name geändert) ist 57 Jahre alt. Er hat eigentlich noch 10 Jahre bis zum Ende seiner aktiven Berufszeit. Aber er möchte nicht mehr bis 67 in seiner alten Arbeitsstelle bleiben. Und nun macht er etwas genau richtig: Er denkt nicht erst mit 63 darüber nach.
Sondern er startet sofort seinen Plan B:
- Zunächst eine nebenberufliche Selbstständigkeit starten
- Sich drei bis 4 Jahre Zeit nehmen, sich in Ruhe etwas aufzubauen
- Dann, wenn er ein Gefühl für die Sache hat: Kündigen
- Er verliert dadurch Lohn und einige Bezüge
- Aber er hat es durchgerechnet
- Wenn er in der Nebentätigkeit noch etwas dranbleibt, gleicht sich das aus
Im Prinzip ist dies das gleiche Vorgehen wie im Fall 2. Nur ist hier die Nebentätigkeit ein Schlussbaustein Deiner professionellen Biografie. Du nutzt das zweite Standbein der Nebentätigkeit um dann eine kurze Strecke noch auf beiden Beinen mit Deiner hauptberuflichen Selbstständigkeit selbst zu laufen.
- Du positionierst Dich
- Du gewinnst erste Kunden und Referenzen
- Du entwickelst eigene Routinen
- Und Du nabelst Dich langsam von der alten Stelle ab
Und das alles ohne den Zwang, sofort genug Geld verdienen zu müssen. Das ist in unseren Augen eine sehr kluge Form der aktiven Alters-Vorgestaltung.
Natürlich gibt es auch eine andere Variante dieses dritten Grundes: Du willst eine Sicherungsleine haben. Falls Du einmal den Job verlierst. Falls Du früher als geplant aufhören musst. Ein aufgebautes Side-Business gibt Dir in diesem Moment eine Option, die Du sonst nicht hättest.
Wenn Du Dich nebenberuflich selbstständig machst, um Dich auf die Zeit danach vorzubereiten, handelst Du vorausschauend.
Fazit: Nebenberuflich selbstständig machen
Es macht besonders viel Sinn, wenn Du weißt, was Du damit erreichen willst
Wenn Du spürst: Du würdest gerne noch etwas anderes machen. Dann schaue genau hin, wo Du in Deiner Biografie stehst und wie groß die Änderung sein soll.
Bist Du an sich mit Deinem Kontext zufrieden:
Ein smartes Side-Business macht Spaß und bringt Neues in Dein Leben.
Willst Du wirklich Deine eigenen professionellen Wege gehen:
Betrachte die nebenberufliche Gründung nicht als Umweg. Es ist oft eine taktisch kluge Brücke. Ungefähr jeder zweite Gründer nutzt die Brücke Nebenerwerb für den eigenen Start.
Bist Du schon etwas älter und es geht um eine Perspektive für die letzten 10 Jahre:
Teile das in zwei Phasen auf. Eine Zeit noch im alten Job (das Standbein), bereits mit Nebentätigkeit (ein Spielbein). Und dann verlagerst Du das in den letzten Jahren: Das Spielbein wird zum Gelderwerb, bei dem Du selbst besser bestimmst, was Du tust.
Nebenberufliche Selbstständigkeit ist die kleine Tochter der „richtigen Selbstständigkeit“. Aber diese Form wird in Deutschland immer beliebter. Wenn Du also Klarheit hast, warum Du es willst: Bereite Dich konzeptionell gut vor. Denn auch im Nebenerwerb brauchst Du ein Geschäftsmodell. Und dabei helfen wir gerne.
Fragen und Antworten
In Kooperation mit dem Arbeitgeber gründen oder nicht?
In vielen Fällen sind Arbeitgeber nicht wirklich offen für nebenberufliche Gründungen, weil sie Sorge haben, dass Du gehst. Sei daher vorsichtig, wie Du vorgehst.
Es gibt aber auch das Gegenteil.
Wir kennen einen Side-Business-Owner, der genau in seinem Fachbereich neben seiner Anstellung ein eigenes Business aufbaut. In klarer Kommunikation mit seinem Chef, der das gut findet. Weil beide Seiten davon profitieren. Wenn die Bereiche gut abgegrenzt sind, kann man sich die Bälle zuspielen.
Kann man eine Beratungsfirma nebenberuflich gründen?
Oft bietet es sich an, mit seiner beruflichen Erfahrung in die Beratung zu gehen. Und das ist in der Nebenberuflichkeit gut machbar. Solange Du keine intensiven Interims-Mandate und Interventionen machst, kannst Du Beratungsmandate in der Regel gut zeitlich steuern. Daher: Ja, das geht.
Was ist der beste Weg als Coach nebenberuflich zu gründen?
Nebenberuflich als Coach zu starten ist der Klassiker.
Du machst in der Regel zunächst eine Ausbildung und beginnst im nahen Umkreis auf Zuruf zu coachen. Das kann noch ausprobierend sein. Wenn Du Dich sicher genug fühlst: Starte damit zunächst eine Nebentätigkeit. Und dann kannst Du sehen, ob der Stamm Deiner Klienten wächst. Unser Rat: Starte das ohne einen eigenen festen Coaching-Praxis-Raum. Schlüpfe erst einmal bei anderen unter. Oder fange von Anfang an smart und rein online an. Dann hast Du das Mietproblem gar nicht.
Was ist beim nebenberuflichen Selbstständigmachen zu beachten?
Wenn Du Dich nebenberuflich selbstständig machen möchtest, solltest Du folgende Dinge beachten:
Arbeitgeber und Rechtliches
- Prüfe Deinen Arbeitsvertrag auf Klauseln zu Nebentätigkeiten. Kläre dies vorab mit Deinem Chef und dokumentiere dies am besten schriftlich.
- Kläre, ob Du einen Wettbewerbsausschluss hat: Deine Nebentätigkeit darf nicht in direkter Konkurrenz zu Deinem Arbeitgeber stehen und ihm nicht schaden.
- Stundenumfang: Arbeite im Durchschnitt maximal 18 bis 20 Stunden pro Woche nebenberuflich, damit der Status als Nebenerwerb erhalten bleibt.
Anmeldung und Behörden
- Infomiere das Finanzamt: Sobald Du geschäftlich tätig wirst, benötigst Du eine Steuernummer vom Finanzamt.
- Kläre Gewerbe oder Freiberuf: Kläre, ob Du ein Gewerbe beim Gewerbeamt anmelden musst oder als Freiberufler (z. B. Künstler, Autor) tätig wirst.
- Prüfe die Kleinunternehmerregelung: Bei geringem Umsatz kannst Du diese nutzen, um Dir die Ausweisung der Umsatzsteuer zu sparen.
Braucht man einen Businessplan für die nebenberufliche Selbstständigkeit?
Nein.
Es gibt keine Pflicht, einen Businessplan zu erstellen – weder im Vollerwerb noch im Nebenerwerb. Ein Businessplan ist nur dann zwingend, wenn Du Fremdkapital brauchst (Bankkredit, KfW-Förderkredit) oder öffentliche Fördermittel beantragst (z.B. Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit, Einstiegsgeld).
Gründest Du mit eigenen Mitteln, ohne Kredit und ohne Fördermittel, dann brauchst Du keinen Businessplan. Das ist bei den Nebenerwerbs-Gründungen der größere Anteil.
Trotzdem sind Zahlen wichtig. Unser Motto: Idee ist gut, kalkulieren ist besser. Wir schlagen als Alternative unser Tool Smart Business Calculator vor. Damit kannst Du direkt und schnell voraussrechnen und orientierst Dich direkt an Deinen Angeboten.
Wann ist der Wechsel von der nebenberuflichen zur hauptberuflichen Selbstständigkeit sinnvoll?
Wenn Du Dich dafür stark genug fühlst und ein erster Kundenstamm und Deine Technik steht. Unsere vier Zukunfts-Felder umfassen:
- Deine Produkte (Angebot)
- Dein Marketing und Deine Technik (Ablauf-System)
- Dein Mindset (Selbstsicherheit)
- Deine Finanzen (Umsatz und Rücklagen)
Wenn in allen vier Bereichen sich die Dinge gut entwickelt haben und Du in einer sichtbaren Zeit den Umsatz bis zum Vollerwerb hochfahren kannst: Dann ist die Zeit für den Sprung in die Vollzeit-Selbstständigkeit gegeben.
Quellen und Querverweise
Lexware Trendradar 2024
Nebenberufliche Selbstständigkeit ist das ideale Sprungbrett für mehr
Lexware befragte im Mai 2024 etwas mehr als 2.000 seiner Kundinnen und Kunden per Online-Fragebogen zur aktuellen Situation ihrer Selbstständigkeit. Dabei wurden Nebenberufs-Selbständige und Vollzeit-Selbständige befragt.
In dieser Umfrage wurde deutlich: Die nebenberufliche Selbstständigkeit wird immer attraktiver und ist für viele der Einstieg in die Eigenständigkeit. Viele der Befragten gaben an, explizit über den Nebenerwerb in die eigene Selbstständigkeit eingestiegen zu sein.
52 Prozent nannten bei der nebenberuflich Selbstständigen als entscheidenden Vorteil „die Möglichkeit, ohne Druck ein Netzwerk und einen Kundenstamm aufzubauen und dabei das finanzielle Risiko zu minimieren“.
71 Prozent gaben an, eine gute bis sehr gute Balance zwischen beiden beruflichen Tätigkeiten gefunden zu haben.
Quelle: Lexware Trendradar, 2024
KfW Gründungsmonitor 2026
Rund 70 Prozent aller Gründungen erfolgen nebenberuflich
In Deutschland erfolgen inzwischen rund 70 Prozent aller Gründungen nebenberuflich. Im Jahr 2025 gab es rund 483.000 Nebenerwerbsgründungen gegenüber 206.000 Vollerwerbsgründungen. Das ist ein neuer Höchstwert.
Quelle: KfW-Gründungsmonitor 2026, Vorabauswertung, veröffentlicht über das Existenzgründungsportal des BMWi


