Interview mit Jan Doering

Geschichte eines smarten Weges

In diesem Interview mit Jan Doering geht es um

  • Mit welchem Ziel Jan Doering begann, Dinge zu automatisieren
  • Was er auf seiner unternehmerischen Reise gelernt hat
  • Wie er zu einem der deutschen KI-Experten wurde
  • Drei Ratschläge an smarte KI-Beginner

 

Über dieses Interview

Jan Doering war vor über 10 Jahren bei uns in der Intensivgruppe. Heute ist er einer der Experten in Deutschland für KI. Da wir Jan Doering ein wenig begleitet haben, hier ein Blick hinter die aktuellen Kulissen. Das Interview führte Ehrenfried Conta Gromberg.

Wie wird einer das, was er heute ist?


So fing Jan Doerings smarter Weg an

Jan, Du warst 2014 in unserer Intensivgruppe, damals noch klassisch unterwegs. Das ist jetzt über 10 Jahre her. Jetzt bist Du Mitgründer einer Akademie, die andere für KI fit macht. Welche Tugend von Smart Business Concepts hat die 10 Jahre hindurch gehalten?

Mein Ziel war damals, ein Business so smart wie möglich aufzubauen – und tatsächlich gibt es dieses Business noch heute: Eine Jobbörse für Moderatoren, das Moderatorenwerk.

Die Grundidee dafür ist tatsächlich damals in der Intensivgruppe entstanden, womit die Intensivgruppe mein Beginn in Richtung Smart Business war.

Ich hab relativ schnell nach der Intensivgruppe gemerkt, dass ich so viel wie möglich automatisieren muss. Damals war das noch deutlich schwieriger als heute – kaum Tutorials, kaum Videos, die Tools viel komplizierter. Da hat mir mein Diplom als Medieninformatiker ordentlich geholfen. Das Moderatorenwerk läuft heute immer noch vollautomatisiert mit gerade mal 15 Minuten monatlicher Arbeitszeit von mir. Die Erkenntnis war klar: Automation ist für mich das Allerwichtigste, wenn man sich ein smartes Business aufbauen will. Und genau das zeigen wir heute noch in der AKIA Akademie für KI & Automation nicht nur wie man mit KI umgeht, sondern eben auch wie man Automationen baut.

 

Hier das historische Foto von Jan 2014. Direkt vor seinem Start, Prozesse zu automatisieren.


Jan Doerings Schritt von solo zum Team

Wie hat sich Dein Smart-Business-Denken auf dem Weg seit damals verändert?

Damals wollte ich unbedingt alles alleine machen, kein Team, keine Mitarbeiter. Inzwischen hab ich gemerkt, dass ein smartes Business auch mit Teammitgliedern funktioniert – sogar sehr gut, wenn man die richtigen Leute hat. Was sich nicht verändert hat: ein klares Produkt, gute Prozesse, klare Automatisierung. Und ganz wichtig – in Problemlösung denken statt als Dienstleister. Dann wird es smart und auch mit Team machbar. Als reiner Dienstleister mit Team wird’s nämlich schnell sehr schwierig.


Jan Doerings Weg mit KI

Ihr wart unter den Ersten in Deutschland mit einem Online-Kurs zum Thema KI. Wie erkennt man den richtigen Moment, um ein komplett neues Kompetenz-Feld zu besetzen?

Als ChatGPT Ende 2022 rauskam, haben wir sofort gespürt, was für eine Power in diesem Tool steckt. Damals war die Ausgabe-Qualität noch weit von dem entfernt, was heute möglich ist – aber das Potenzial war riesig. Wir haben wenige Monate danach einen Kurs für unsere bestehenden Kunden rausgebracht und der hat sich verkauft wie warme Semmeln. Gleichzeitig haben wir schnell gemerkt, dass ein einzelner Onlinekurs nicht reicht. Deutschland hat die Digitalisierung verschlafen, die Automation nicht richtig auf die Beine gebracht – da wollten wir mit einer echten Institution gegensteuern. So ist die AKIA Akademie für KI & Automation entstanden.

Warum habt Ihr Euch für die Produkt-Gattung Zertifikats-Lehrgang entschieden?

Deutschland ist das Land der Zertifikate – ohne Nachweis wird man in vielen Bereichen nicht ernst genommen. Deswegen war relativ schnell klar, dass unsere Teilnehmer etwas Handfestes in der Hand haben müssen. Dazu kommt, dass wir nicht einfach Mini-Onlinekurse verkaufen wollten, die am Ende kaum jemand durchschaut. Wir wollten intensiv mit den Menschen arbeiten – in Live-Workshops, in Live-Q&As, in überschaubaren Gruppen. Wirklich begleiten, nicht nur Content liefern und alleine lassen. Deswegen war der Zertifikats-Lehrgang die beste Wahl für uns.


Drei Ratschläge von Jan Doering für Solopreneure

Wenn Du einem Solopreneur, der heute noch keine KI nutzt, einen einzigen Rat geben könntest?

Leg heute noch los. Einfach ChatGPT oder Claude aufmachen, den ersten Prompt eingeben und schauen, was rauskommt. Du wirst überrascht sein, was damit möglich ist.

Was sind die drei konkreten Dinge, mit denen ein Selbstständiger heute sofort mit KI starten sollte?

Erstens: ChatGPT oder Claude täglich nutzen – einfach als Arbeitspartner. Bei jeder Aufgabe, erst mal bei Textaufgaben, einfach schauen, was die KI ausspuckt. Man kann das Ergebnis später nutzen oder auch nicht nutzen, aber einfach reinkommen ins tägliche Arbeiten damit ist das wichtigste.

Zweitens: Das richtige Mindset zu KI entwickeln. Viele erwarten eine Wundermaschine. Ich sage immer, KI ist eher wie ein fleißiger Praktikant – extrem schnell, produziert viele Ergebnisse, braucht aber klare Anweisungen und viel Kontext. Ein einfacher Trick: alles per Mikrofon eingeben statt tippen. Man gibt automatisch mehr Kontext mit und ist obendrein noch schneller.

Drittens: Jeden Monat (nur!) ein neues KI-Tool ausprobieren. Zum Beispiel mal Google Gemini für Bilder ausprobieren, oder NotebookLM, oder ein Tool, das YouTube-Videos zusammenfasst. Wichtig dabei: nicht alles auf einmal, sondern sequenziell. Einen Monat, ein Tool. Sonst landet man schnell im Tool-Overload.

Wo ist die Grenze der Automatisierung? Wann schadet KI einem Experten-Business?

Bei uns sind alle Beratungsgespräche mit echten Menschen – da gibt es keine KI-Sprachassistenten. Unsere Workshops machen wir live, zwei Drittel des Kurses sind synchron, nur ein Drittel ist Selbstlernen. Wir begrenzen die Gruppengröße bewusst auf maximal zwanzig Personen pro Durchlauf, weil uns intensive Betreuung wichtiger ist als Skalierung um jeden Preis. Und dann ist da noch der Gruppeneffekt – die Teilnehmer lernen sich kennen, vernetzen sich, tauschen sich aus. Das kann keine KI ersetzen, zumindest heute nicht.


Klarheit hilft beim eigenen Weg

Wenn Du jetzt noch einmal zurückblickst in das Jahr 2014. Was würdest Du Deinem 2014er-Ich sagen?

Es ist viel mehr möglich, als Du Dir überhaupt vorstellen kannst. Das Allerwichtigste: erst mal loslegen, und dann kontinuierlich dranbleiben und ständig verbessern. Die Wachstumsschritte sind für Dich selbst im Moment kaum sichtbar. Aber von außen wirst Du gespiegelt bekommen, wie schell sich alles bei Dir entwickelt. Und irgendwann kommt der Zinseszinseffekt – dann macht es richtig Spaß.

Also: leg los, bleib dran, und verliere niemals den Glauben daran, dass es funktioniert.

Was war rückblickend für Dich wertvoll an unserem Programm?

Für mich war wertvoll an Eurem Programm, dass ich Klarheit bekommen habe. Ich hatte danach einen Schritt für Schritt Plan, bei dem ich genau wusste, was ich wann wo wie umsetzen möchte. Und ich hatte auch schon eine erste Validierung zum einen durch Euer Feedback, zum anderen auch durch die Gruppenmitglieder. So wusste ich, dass könnte ein Konzept sein, das funktioniert. Man weiß das an der Stelle natürlich noch nicht, aber ich habe dann auch schnell ausprobiert und validiert und dann mein Proof of concept gehabt.

Jan, das Interview hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich finde es sehr spannend, wie Du Deinen Weg gegangen bist. Weiterhin viel Erfolg in Deinem smarten Business.


 

 

 

 

Produkt-Wissen in Reinkultur

Der neue Produkt-Finder

  • Kennst Du eigentlich Deine Produkte?
  • Was kann denn alles auf die Produkt-Treppe?
  • Werde zum Produkt-Spezialisten.
Mehr Information zum neuen Produkt-Finder
Top